Randy Hereman ist ein Teamfahrer der bekannten französischen Marke F-One. Er ist den neuen >>Bandit 3<< schon gefahren und kann deshalb schon Einiges zu seinen Erfahrungen mit dem Kite sagen.
Der Bandit 3 ist ein neu entwickelter Kite. Das Konzept des „Delta-C-Shape“ ist das gleiche, wie beim Vorgänger, doch das Profil hat sich grundlegend geändert. Der Bandit 3 ist deshalb mit seinen Vorgängern kaum zu vergleichen.

Der neue Bandit 3 wird nun erstmals mit einem One-Pump-System ausgestattet sein. Die Bridles sind geordneter und komfortabler gestaltet. Die Kites haben ein höheres AR (Aspect Ratio) für besseren Lift und Stabilität. Das High-End ist weiter und das Low-End geringer geworden, was zu einer größeren Windrange führt.
Die Bar wird mit gleich langen Leinen ausgeliefert. Das ist ideal, denn nun kann man mit EINER Bar ALLE Kitegrößen des Bandits fliegen. Die Combo aus Quick Release und Chickenloop wurde überarbeitet. Es ist nun insgesamt „aufgeräumter“ und perfekt zum Aushaken geeignet. Wenn man sich aushakt hängt sich der Chickenloop in einer festen Position in der Bar fest. Das sorgt dafür, dass sich der Chickenloop nicht bewegt und man sich nach dem Trick sehr leicht wieder einhaken kann. Das Safety-System ist dabei gleich geblieben. Es ist zwar etwas altmodisch, aber warum sollte man so gut funktionierende Dinge ändern? Das Wichtigste ist, dass es funktioniert und das ist auch der Fall, egal ob es sandig oder dreckig ist. Die Bar auf dem Bild ist nicht die vollendete Serienbar. Die Serienbar wird weiß sein (und viel besser aussehen).

Das waren die technischen Unterschiede und Features die diese Saison kommen. Nun folgen die persönlichen Erfahrungen und Eindrücke, die Randy mit dem neuen Bandit 3 gemacht hat.
Das erste was man bemerkt, wenn man am Strand steht und den Kite gestartet hat, ist die Stabilität des Kites. Der Bandit steht perfekt am Himmel. Der Kite hat mich einige Male in böigen Winden überflogen, doch kein einziges Mal ist er instabil geworden und vom Himmel gefallen. Er blieb immer ruhig am Himmel und fing sich von allein. Sogar als ich hoch oben beim Handlepass die Bar verloren habe und an der Leash ins Wasser gebaumelt bin. Eine ähnliche Aktion, allerdings etwas extremer: Der Kite ist über mich geflogen und die Leinenspannung ging komplett verloren, als ich unter Wasser war und mit meinen Armen meinen Kopf schützte. Ich war besorgt, dass der Kite herunterfällt und sich die Leinen um mich wickeln. Doch der Kite ging langsam zurück ins Windfenster und fing sich wieder.
Auch wenn der Wind stark zunimmt kann man den Bandit 3 bestens kontrollieren und komfortabel fahren. Der Unterschied zwischen dem Bandit III und dem Bandit Dos ist dabei recht groß. Als ich mit dem Bandit Dos überpowert war, habe ich keine unhooked Tricks mehr gemacht und konnte so meine Tricks nicht kraftvoller ausführen. Dieses Jahr hat der Kite weniger Barkräfte und so kann man auch überpowert komfortabel Newschool-Tricks machen. Diese Eigenschaft lässt viele meiner Tricks extremer aussehen. Aufgrund des höheren AR fühlt sich der Kite weniger nervös an und ist direkter und präziser in den Sprüngen. Besonders unhooked! Bei den großen Kites ist kein großer Unterschied in der Stabilität des Kites zu merken, aber in den Größen kleiner als 9m² ist dieser Unterschied riesig.
Die Umgewöhnung von der Bandit Dos zur Bandit 3 Bar dauert zwar etwas, doch die positiven Neuerungen werden schnell begeistern Ich finde es zum Beispiel viel einfacher, mit der neuen Bar umzugreifen. Die Bar kann auch noch getrimmt werden, damit die Bar jeder an die eigenen Bedürfnisse einstellen kann.
Die letzte Änderung des Bandit 3 fällt bei Kiteloops auf. Der Kite loopt gleichmäßiger und durchfliegt eine schöne Kurve, anstatt einfach nur ums Tip zu drehen. Ich bin kein Designer, aber ich denke es liegt am höheren AR und besseren C-Shape.

Das One-Pump-System hat sich bewährt. Pauline und ich nutzen es bereits seit 6 Monaten und hatten, abgesehen von den ersten Versuchen mit Testmodellen am Anfang, keine Probleme damit. Bei den Schwierigkeiten, die wir am Anfang mit Vorserien-Modellen hatten, wurden natürlich nachgebessert: F-one hat die Position des One-Pump-Systems verlegt und es wurde eine Neopren-Socke um den Plastik-Clip gelegt.

Quelle: Randy Hereman
Hi, prima Bericht, echt interessant. Als Ergänzung vielleicht: auch die Dos Bars haben bis einschließlich 12m² (habe 7-12)die gleiche Leinenlänge. Erst bei 14 und 16m² sieht es wohl anders aus. Gruß aus Sardinien, Uwe
Leider wieder keine Bemerkung über den Leichtwindstart.
Profis testen und entwickeln. Kaufen tun es Hobby-Sportler.
Liegt der Kite mal im unteren grenzbereich im Wasser, kriegt man ihn nicht mehr raus. Das war beim dos schon so und hat sich beim 3er Bandit nicht verbessert. Aber immer noch wird der Autorelaunch beworben. F-One was ist los mit euch? Wann merkt ihr endlich, wer eure Produkte kauft? Ich will den Kite nicht schlecht machen, ich will das f-one nicht nur für Rumzappler entwickelt. Vielleicht erinnert ihr euch noch an den langsamen Tod des Rhino!