Wakeboardbindungen werden auch bei Kitern immer beliebter, vor allem seit mehr Leute sich an Kickern und Slidern versuchen. Sicher spielen viele von euch mit dem Gedanken, sich Boots aufs Kiteboard zu schrauben… Doch wo liegen die Vorteile, was sind die Risiken, …? Wen besser Fragen als Rick Jensen. Rick ist Vollgas-Freestyle Instanz im internationalen Naish Team und hat uns direkt nach seiner Rückkehr aus Mauritius ein paar Fragen beantwortet:

Moin Rick! Du bist für deinen progressiven Wakestyle bekannt, und fährst als einer von wenigen Fahrern immer Boots. Was sind die Hauptvorteile von festen Bindungen?
Seitdem ich mir vor jeder Kitesession die Stiefel schnüre, kann ich noch angepowerter und härter fahren, als zuvor mit Schlaufen. Durch den festen Winkel der Bindungen, brauch sich nur noch ganz entspannt nach hinten gelehnt zu werden, um seinen Kite auszubremsen oder völlig überpowert einen Invert auszulösen. Größter Vorteil ist jedoch die Sicherheit, bei harten Landungen mit hoher Geschwindigkeit und tiefstehenden Kite zu wissen, dass die Füße nicht aus den Schlafen rutschen können.
Lohnen sich Boots auch für Normalo-Kiter, und wie ist das Verletzungsrisiko?
Die Narben auf meinen Schienbeinen und Bänderrisse in meinen Füßen, sind das Produkt von harten Landungen mit Schlaufen. Mit festen Bindung fühle ich mich wesentlich sicherer und habe keine Angst, dass die Kante meines Boards die nächste Hautschicht abschält oder ich beim Umknicken in den Schlaufen meinen Fußgelenke zu hart beanspruche. Durch Erfahrungen an der Wakeboardanlage schraubte ich mir die Boots meines Wakeboards aufs Kiteboard, womit diese Probleme gelöst waren.
Jedoch war die Umstelleung auf Boots nicht einfach. Zum einen steigt das Gewicht des Boards, zum anderen behindert einen der eingeschränkte Bewegungsfreiraum. Nach einer kurzen Umgewöhnungsphase will man jedoch nie wieder mit Schlaufen fahren. Vergleichbar mit der Umstellung Bow-Kite auf C-Kite oder von Windows auf Mac.
Wie macht sich ein Kiteboard mit Boots im Cablepark, zum Beispiel um sich auf Obstacles einzufahren?
Wakeboards sind nicht mit Kiteboards zu vergleichen, da sie grundlegend unterschiedlich konstruiert sind. Wenn du mit deinem Kiteboard jedoch ein wenig über Obstacles fahren willst, solltest du die Finnen abschrauben.
Liquid Force ist der größte Wakeboardhersteller der Welt und hat als erster Hersteller spezielle Boots zum Kiten entwickelt. Ist die Synergy besser als eine normale Wakeboardbindung? Wie beurteilst du die Qualität?
Ich würde nicht sagen, dass die Synergy nicht besser, sonder eher anders ist als eine normale Wakeboardbindung. Vorteil der Synergy ist, dass man super easy einsteigen kann. Leider verschiebt sich die Zunge beim Fahren und der Halt ist auch nicht so gut wie bei bei einer normalen Wakeboardbindung. Momentan fahre ich die daher die Shane Closetoe von LF und bin von diesem Produkt sehr überzeugt.
Vielen Dank für das Interview und weiterhin viel Erfolg!!! Lass dich nicht von den KPWT Judges ärgern und bleib deinem krassen Style treu!
Der neue Bandit 3 steht in den Startlöchern. F.One hat beim neuen Bandit 3 über 50 Prototypen entworfen, um ein Maximum an Performance und Flugdynamik zu bieten. Dieser “Original Delta Shape” wurde komplett neu entwickelt und hat somit nicht mehr sehr viel mit dem Vorgängermodell Bandit Dos zu tun.
Wir werden den F-One Bandit 3 ab Mitte September in St. Peter-Ording für euch in folgenden Größen zum Testen am Start haben: 6, 7, 8, 9, 10 und 13.
Das neue Trax, TX3 und das Skate werden auch in den kommenden Tagen zum Testen bereit stehen. Mehr über diese Testmöglichkeiten erfahrt ihr in unseren BLOG, oder am besten per E Mail.

Wir haben euch ja schon über Stefan Permiens Erfolg im Freestyle in Kanada berichtet. Mittlerweile ist er ja wieder zurück in Deutschland, doch müssen wir noch einmal etwas nachtragen.
In Kanada wurde auch die Disziplin Kiteloop ausgefahren. Auch da konnte sich unser Teamrider gegen die Konkurrenz mit seinem 8er Kitefactory Thunderbird durchsetzen und den Sieg ergattern. Weiter so!


Boost: Kevin, zuerst einmal herzlichen Glückwunsch zum Sieg in Sankt Peter Ording. Wie fühlt man sich, wenn man gegen Aaron Hadlow und Youri Zoon gewonnen hat?
Kevin: Es fühlt sich großartig an hier zu gewinnen! Die Bedingungen waren sehr anspruchsvoll, aber ich trainiere in den Niederlanden genau bei solchen Windverhältnissen und weiß daher, wie man sich bei solchen Bedingungen verhalten muss! Das hat mir einen klaren Vorteil gegenüber den anderen Fahrern gegeben. Daher bin ich mega happy, dass ich den Contest wieder gewonnen habe. :-)
Boost: Wie war der Wind in dieser Woche für Dich?
Kevin: Sehr anspruchsvoll, besonders am Donnerstag gab es einen fetten Nord-seesturm. Die restliche Woche bin ich meistens mit einem 6er und 8er am Start gewesen. Ich muss sagen die Woche im Ganzen betrachtet, hat wohl jeden Rider absolut gefordert.
Boost: Wieviele PKRA-Tour-Stopps wirst du dieses Jahr noch mitfahren?
Kevin: Da sind schon noch ein Paar! Brasil, Mexico und New Caledonia stehen bei mir auf dem Zettel. Ich hoffe, dass ich dort auch meine volle Leistung bringen kann und meine gesetzten Ziele erreichen werde.

Boost: Um vielleicht dieses Jahr Weltmeister zu werden?
Kevin: Das wäre super! Ich trainiere hart und hoffe wirklich, dass ich es schaffen werde!
Boost: Was denkst Du über die neuen Produkte von Naish-Kiteboarding und hattest Du die Möglichkeit jeden Kite aus der 2010er Palette einmal zu fliegen?
Kevin: Ja, ich hatte das Glück, dass ich die neue Produkte ausgiebig testen konnte. Viele der Naish-Kites, wie der “Torch“, oder der “Helix” sind genau das Richtige für mich und befördern jeden Rider mit einem mächtigem Zug ins “Next-Level”. Die Kites sind super stabil und fliegen sich wirklich richtig gut. Auch der “Charger” und der neue “Cult” bieten für Anfänger, wie auch für Fortgeschrittene eine sehr gute Leistung. Mehr Stabilität am Himmel und gute Rückmeldung an der Bar runden das neue Paket der Schirme ab. Eigentlich fliege ich zwar lieber C-Kites, aber bei richtig heftigen Bedingungen gerade in der Welle, nehme ich gerne auch mal den Helix. Der ist einfach entspannter als ein C-Kite :-)
Boost: Die Kiteentwicklung geht jedes Jahr weiter! Die Kites werden immer besser und es scheint, als würden die Designer jedes Jahr neue Innovationen auf den Markt bringen. Was glaubst Du, wie sehen die Kites in zehn Jahren aus?
Kevin: Es ist wirklich unglaublich, jedes Jahr, wenn ich nach Maui (Hawai) komme, habe ich die Möglichkeit, die neuen Kites und Boards zu testen. Es ist erstaunlich was die Jungs von Naish in einer Saison an Verbesserungen und Neuentwicklungen in das Material stecken. Ich vermute, dass man in zehn Jahren noch höher springen kann, nochmals mehr Depower hat und eine höhere Gesamtperformance spüren kann. Ebenfalls denke ich, dass der Sport durch die Weiterentwicklung nochmals sicherer wird. Man braucht sich nur die rasanten Veränderungen der letzten Jahre anzuschauen. Auf jeden Fall freue ich mich darauf und bin gespannt was da noch kommt . . .

Boost: Letzte Frage zum PKRA Worldcup in Sankt Peter Ording, wie findest Du die Veranstaltung im Allgemeinen und wie die Organisation?
Kevin: Ganz ehrlich, ich freue mich am meisten auf diesen Tour-Stopp! Es ist unglaublich die Veranstalter bauen hier jedes Jahr fast schon eine kleine Kite-City am Strand auf. Das Publikum geht voll mit und die Organisation läuft immer wie am Schnürchen. Ich komme wirklich sehr gerne nach Sankt Peter Ording.
