
Nach dem wir das Nachtleben in A Coruna nochmal ausgiebig genossen haben und dann zu meinem Geburtstag auch noch ein sehnsüchtig erwartetes Paket ankam konnten wir nach 8 Tagen A Coruna weiter Richtung Süden segeln. Wir sind jetzt fast einen Monat unterwegs.
Ein Sturmtief über dem Atlantik hat einen massiven Swell von Teilweise bis zu 7 Metern aufgebaut, den wir hier an der Küste noch zu spüren bekamen. Wir segelten nach Corme, wo wir im Schutz einer Mole und mehreren Untiefen geschützt lagen. Zwar regnete es in Strömen, aber wir wollten doch aufs Wasser. Also packten wir unser Kitematerial ins Schlauchboot und fuhren zu einem, vom Wasser aus, sehr ruhig aussehenden Strand. Wir suchten noch die Stelle aus an der wir am besten anlanden, als sich hinter uns plötzlich eine Welle von 1,5 Metern aufbaute und sich genau an unserer Position brach. Das Schlauchboot wurde so auf die Seite geworfen, ich wurde rausgespühlt und ich war mir sicher, dass das Dingi umkippt. Ist es aber zum Glück nicht. Jan konnte dann noch schnell wieder ins tiefe Wasser fahren und ich kämpfte mich schwimmend hinterher. Bilanz des Ganzen ein paar Schnitte vom Riff bei mir, dass Boot voller Wasser und Sand, und eine dicke Erfahrung mehr.
An einer anderen Stelle schafften wir dann das Anlanden und versuchten unser Glück beim Kiten aber leider war der Wind sehr böig (Frontenwetter) und der Spot war zu klein zum Kiten.
Beim Segeln hatten wir das erste Mal Delphine vor unserem Bug spielen. Die Tiere sahen so aus, als hätten sie richtig Spaß immer wieder unter dem Bug wegzutauchen. Die Zest hat sich auch anständig im Seegang bewegt, was das Fotografieren etwas einschränkte leider. Aber es war ein sehr tolles Erlebnis die Tiere so Nah in freier Wildbahn zu sehen. Ich hatte das Gefühl, dass die Delfine uns auch versucht haben anzusehen.
Auch dass Angelglück hatte Einzug bei uns. Kurz vor dem Abendbrot fingen wir zwei kapitale, unechte Bonitos und hatten somit für zwei Tage ausgezeichnete Verpflegung.
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Die letzten Tage hat es viel geregnet und der Südwind hindert uns am Vorankommen. Wir ankern abends im Schutz der atemberaubenden Landschaft der Rias, die ein wenig an Norwegen erinnern. Leider ist es durch die schroffen Felsen hier nicht so einfach kiten zu gehen, aber die Stimmung ist gut und wir werden dann bald hoffentlich wieder Kite-Bilder online stellen können.
Ein Archiv mit den besten Bildern der Atlantiküberquerung gibt es hier.