:: KONTAKT :: IMPRESSUM :: AGB :: DATENSCHUTZ :: WIDERRUFSBELEHRUNG & MUSTER-WIDERRUFSFORMULAR

Testbericht F-One 2010 Trax 5

Posted: November 30th, 2009 | Author: Boost News | Filed under: Kiteboarding, Testberichte | 1 Comment »

trax1

Boost Kiteboarding hatte das Glück, eines der allererste  TRAX 5 Boards in die Finger zu bekommen, die in Deutschland ausgeliefert wurden, und wir haben das Brett vier Wochen lang in Brasilien getestet. Durch die aufwändige High-Tech Bauweise hat sich die Produktion verzögert, aber jetzt ist das gute Stück wieder lieferbar!

Da es bezüglich der Namensgebung ein bisschen Verwirrung gegeben hat noch kurz vorab: Das 2010er TRAX 5 ist ein komplett neu entwickeltes allround Freestyle Board. Das erfolgreiche 2009er TRAX 4 lebt im TX3 weiter. Es wurde modifiziert mit besseren Eigenschaften im Carving- und Flex-Bereich und  bietet die perfekte Balance zwischen Power, Geschmeidigkeit und Kontrolle. Es ist für alle Fahrer, die ein High-Performance-Allround-Board suchen. Damit ergibt sich vom Einsatzzweck her folgende Abstufung der F-One Boards: Acid (Newschool Freestyle), TRAX 5 (allround Freestyle) und TX3 (Freestyle-Freeride). Aber nun zum neuen TRAX 5!

Erster Eindruck:

Als ich das Trax aus seiner Verpackung befreie fällt mir sofort eines auf: Es ist leicht, sehr leicht. Und dünn. Ausserdem sieht es mit der 3D Carbonverstärkung und dem glänzenden schwarzen Finish sehr edel aus.

Schnell sind Finnen und Pads montiert und ich lege das Brett auf den Boden, um die Fusschlaufen einzustellen. Dabei fällt mir sofort der Flex des Boards auf: Das Board flext nicht nur in Längsrichtung, sondern auch seitlich, wenn ich mein Gewicht verlagere. Mich beschleichen leise Zweifel. Kann ein so leichtes Brett überhaupt stabil genug sein? Und ist es nicht viel zu weich für einen agressiven Fahrstil und guten Pop?

Fahreigenschaften:

Auf dem Wasser besticht das Trax als erstes durch die (für ein Freestyle Brett) einmalige Laufruhe. Das Brett nimmt lästige Vibrationen auf und man ermüdet deutlich langsamer. Dazu leisten natürlich auch die hervorragenden Gelpads einen Beitrag, aber dazu später. Der Absprung ist leicht zu finden, und das Brett reagiert sehr präzise beim Ankanten und steuern.

Hier merkt man, das F-One sich beim Trax 5 darauf konzentriert hat, den Flex zu optimieren. Im Gegensatz zu anderen Boards ist es nicht hart und direkt oder weich und schwammig, sondern flexibel und präzise zugleich. Es nimmt Schläge auf, liegt ruhig im Wasser und dämpft harte Landungen angenehm ab. Trotzdem greift die Kante hervorragend und das Brett bietet einen super Pop. Hier ist es nicht ganz so agressiv wie das Acid, dafür aber auch entspannter zu fahren und fehlerverzeihender, einige neue Tricks gelingen mir auf Anhieb.
Ausserdem ist das Brett schnell. Die doppelte Konkave und die Channels im 3D Untergrund machen das TRAX 5 zum schnellsten F-One Board.  Es zieht sehr gut Höhe und ermöglicht eindrucksvolle Big Airs ermöglicht.

Boost-Brasilien-Trip-2009-075jpg

Zum Thema Stabilität kann ich nur sagen, dass es fast unmöglich sein dürfte, das Trax auf dem Wasser zu zerstören. Allerdings ist das Brett durch die leichte Bauweise anfällig für Kratzer und man sollte es an Land sorgsam behandeln und nicht auf Steine o.ä. fahren. Durch den Flex werden auch harte Landungen zum Beispiel nach Kiteloops und unhooked Tricks angehm abgedämpft, man hat das Gefühl das Brett leitet den Druck ab, statt ihn starr in sich aufzunehmen und an den Fahrer weiterzuleiten. So tun mir auch nach einem ganzen Tag Kiteloops nie die Knie oder Fussgelenke weh.

Bewusst wird mir das alles allerdings erst später. Nach einer kurzen Probesession ist ein Freund von mir so begeistert, dass er mir das Brett sofort abkaufen will. Da mein Urlaub dem Ende zugeht und ich bis zum Frühjahr kaum mehr aufs Wasser komme, willige ich ein und fahre die letzten paar Tage mit meinem alten Brett, einem ziemlich harten Freestyle Brett. Nach ein paar Kiteloops tun mir die Knie weh und ich habe Mühe, Tricks zu zu stehen, die mir mit dem TRAX 5 auf Anhieb gelungen sind. Ich muss meine Meinung revidieren; ein Freestyle Brett muss nicht knüppelhart sein.

Bauweise

  • 100% CNC gefräster, einteiliger Holzkern mit 100% Fieberglass Hülle. Durch den Holzkern ist das Brett nur 3mm dick an den Tips und 1mm in der Mitte.
  • Die Konkave absorbiert den Chop, Channels in den Tips verbessern den Wasseraustritt und reduzieren den Druck auf dem hinteren Fuss
  • ABS rails mit invertiertem Profil
  • TWIST CARBON CONTROL: Nicht nur ein Carbon Kreuz auf dem Brett, sondern Teil des CNC gefrästen Holzkerns
  • F-One Platinum Gelpads. Die Pads sind sehr bequem und federn harte Landungen bestens ab. ausserdem bieten sie einen sehr guten Halt, ohne dass man die Straps sonderlich eng einstellen muss. Pads und Straps gibt es auch einzeln für nur 99€.

pads_platinum

Größen

Zu den Größen ist zu sagen, das F-One Boards traditionell meist etwas schmaler und länger sind als Boards anderer Hersteller. Dadurch bieten die Boards gute Kontrolle auch bei kabbeligen Bedingungen, aber man sollte es bei der Länge berücksichtigen! Für meine 87kg war das 134er TRAX 5 etwas zu klein, ich werde wahrscheinlich zum 136er greifen.

132 x 38
134 x 39
136 x 40
138 x 41

Lieferumfang

-  Pads Pro Platinium 2010
-  Straps ergo  mit Straplock II für ein optimales Setup
-  4 fins G10 5cm mit Leash Bar
-  Handle STD

Fazit:

Das Trax 5 ist das Board für Rider, die Freestyle und Big Air in allen Bedingungen machen möchten und nur ein Brett mit sich herum tragen wollen. Dabei ist das TRAX 5 keineswegs Profis vorbehalten. Durch die angenehmen Fahreigenschaften kommen auch ambitionierte Aufsteiger die sich Richtung Freestyle entwickeln wollen, hervorragend mit dem Brett klar. Das TRAX 5 holt das Beste aus seinem Rider heraus und ermutigt einen, immer wieder etwas neues zu versuchen. Ab sofort bei Boost bestellbar für 749 Euro!!!

Ein Kommentar zu “Testbericht F-One 2010 Trax 5”


Kommentieren

Angemeldet als . Abmelden »