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Atlantiküberquerung, Tag 138: Mayreau

Posted: Februar 24th, 2010 | Author: admin | Filed under: Atlantiküberquerung, Kiteboarding, Reiseberichte, Videos | 4 Comments »

Wir haben die letzten Tage in Mayreau verbracht. Der Kitespot hier war für uns alle drei der bisher Beste in der Karibik! Auf der Luv-Seite der Insel gibt es kleine Wellen die sauber über ein flaches Riff laufen und auf der Lee-Seite gibt es Flachwasser vom Feinsten! Es war ein wenig schwierig Tricks mit links vorne zu machen, da der Platz zwischen den ganzen Charter-Katamaranen etwas eng war. Wir haben fast einen kompletten Nachmittag gefilmt und haben uns mit dem 11er F-One Bandit3 und 134cm F-One Acid abgewechselt.

Wir sind jetzt inzwischen, mit einem Zwischenstop in Bequia, auf St. Vincent angekommen. Hier ist heute Marco an Bord gekommen und wir haben auch gleich eine kleine Kitesession vor Young Island eingelegt. In den nächsten Tagen wollen wir weiter nach St. Lucia segeln.

Die Soöruz-Sommerkollektion 2010 ist da!

Posted: Februar 23rd, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News | No Comments »

Wir haben schon einen Großteil der neuen Kollektion von Soöruz in unserem Onlineshop. In den nächsten Tagen folgen noch weitere Produkte. Von Boardshorts, über Shirts, bis zu Kleidern ist alles dabei. Auch wird es demnächst die neuen Soöruz Neoprenanzüge bei uns geben.

Soöruz ist ein französisches Modelabel, das schon sehr erfolgreich im Wakeboardbereich ist. Auch im Kiten und anderen Boardsportarten sind sie groß im Kommen. Es werden schon Wellenreitcontests veranstaltet und im Team sind große Namen der Sportwelt.

In Deutschland ist Stefan Permien der neue Teamfahrer für Soöruz. Wir haben dir letztens schon Bilder von Stefan von den Kanarischen Inseln gezeigt. Wenn du genauer hinschaust, siehst du Produkte aus der Frühlings- und Sommerkollektion 2010.

Atlantiküberquerung, Tag 135: Tobago Cays

Posted: Februar 20th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News, Reiseberichte | Tags: , , , | No Comments »

Wir haben wieder Besuch! Axel ist auf Barbados zu uns gestoßen und wir sind unmittelbar in See gestochen. Barbados hatte sich die letzte Woche nochmal von seiner schönen Seite gezeigt. Vor allem die Nordostküste mit seinem dicken Swell, den langen Sandstränden und dem Urwald im Hintergrund hat es uns angetan. Aber als Axel dann da war haben wir neue Plätze entdecken. Deshalb darf er jetzt erzählen:

Nach meinen vier Stunden auf Barbados, drei davon auf den Bus wartend bzw. im Bus stehend, war ich auch gerne bereit, mit zwei Seglern neue Ufer zu entdecken, und so haben wir uns noch am gleichen Abend auf den Weg zu Union Island gemacht, eine der vielen paradiesischen Inseln von den Grenadines. Ich habe Klaas seiner Nachtwache abgelöst, und sofort die Sternschnuppen unter Wasser bewundert – fluoreszierendes Plankton rund um die Zest. Klaas hat es sich derweil in seiner Koje gemütlich gemacht und wurde kurz darauf von einem Schwall Wasser geweckt, das durch die Luke kam… ups. Dafür hat er ein paar Stunden später den dicksten Fisch der gesamten Reise an Land gezogen, einen 80cm langen Cero!

20 Studen später sind wir in Clifton angekommen, durch ein Atoll reingesegelt und haben kurz vor der Happy Island geankert. Die Insel „Happy Island“ macht ihrem Namen alle Ehre und wir haben dort ein Bier gezischt, ein leckeren Cocktail getrunken, und ein geniales Rezept für unseren Cero erhalten: In Weißwein mit Knoblauch angebruzelt war der Fisch eine echte Delikatesse.

Am nächsten Tag sind wir Richtung Tobago Cays aufgebrochen, ein Insel-Archipel, wo riesige Schildkröten in türkisblauem Wasser bei 30m Sicht chillen. Wir sind aber stattdessen lieber in selbigen Gewässern Kiten gegangen und haben in Badewannenwasser feinste Action in die Luft gezaubert, und einen Hindernis-Parcours aus Segelyachten bezwungen (meistens – ahem).


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Schnorcheln waren wir natürlich auch, eine 10m Riffkante lud förmlich dazu ein. Das haben wir dann auch gleich nochmal nachts wiederholt, leider sind uns aber, als wir an der Riffkante angekommen sind, die Batterien der Taschenlampe ausgegangen. Weder der sichelförmige Mond noch das fluoreszierende Plankton konnte dann die gefühlte Sicherheit des Lichtkegels ersetzen und wir sind wieder raus aus dem Wasser.
Am nächsten Tag sind wir Jack Sparrow auf seine Insel gefolgt (Petit Tabac). Das 20cm tiefe Riff war nicht der optimale Kitegrund, aber dazwischen hat man ein paar türkise Flecken und eine nette Kickerwelle für Tricks gefunden. Auf der Insel haben wir uns dann Kokosnüsse von den Palmen geholt und mit Korallen aufgehauen.

Auf der Suche nach neuen Kitespots haben wir dann Mayreau entdeckt, eine der größten Inseln hier. Die Insel hat eine Ankerlagune auf der windabgewandten Seite hat und den wohl bisher besten Kitespot 10m durch die Palmen auf der anderen Seite. Wir sind aber auf die Idee gekommen, auch in der Ankerlagune eine Kitesession einzulegen. Auf den in der ersten Reihe ankernden Katamaranen fanden sich schon bald die ganzen Crews ein und haben entweder aufgepasst, dass unsere Kites nicht in den Masten hängen bleiben, oder auch einfach das Spektakel genossen, denn Kite&Sail-Crews gibt es hier gar nicht so wenige. Die Bedingungen kamen direkt aus dem Labor, ein Fels hat den Wind noch etwas beschleunigt und der Sonnenuntergang hat dem ganzen noch einen drauf gesetzt.

Interview mit Ben Wilson

Posted: Februar 20th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

Der gebürtige Australier Ben Wilson hat sein Leben den Wellen gewidmet. Er ist auf der ewigen Suche nach perfekten Wellen. Er baut sich sein eigenes Imperium auf und produziert atemberaubende DVDs über das Kiten in der Welle. Das ist mehr als Grund genug für uns ihn über dieses spektakuläre Leben und den neuen Slingshot Octane zu interviewen:

Hey Ben, how are you? For how many years have you been kiteboarding for, and what was the reason to get into kiting?

I have been kiting for 10 years now & i got into it by chance when I was living & working in Fiji, the original guys who first started kiteboarding – Brett Lickle, Mike Waltze, Dave Kalama, Rush Randle all used to come to Namotu Island where I was working every year to train for tow surfing & this one year they brought kites and Brett taught me & ever since then I have never looked back.

You live on Australias beautiful, sunny Goldcoast.How is the wind and the ride there ?

I actually live in the Sunshine coast, 2 hrs north of the Goldcoast. Generally speaking it is pretty average surfing & kiting, but it’s warm year round and I can surf & kite year round, so it keeps me happy. It’s a great place to travel from too.

You are one of the best Wavekiters in the world. What’s the main difference between Waveriding with a kite and surfing?

Obviously the main difference is the added dynamic of the kite, essentially I want to ride the waves somewhat the same as I do surfing & I use the same boards, but with the added power of the kite it really opens it up to push my surfing even further, I’m excited what the future holds, because who knows what we will be able to do on a surfing level with the added edition of the kite.

Riding in the waves is an amazing experience. The power of the ocean, the adrenaline… And of course, it can be dangerous, too. What you do is really amazing and has a lot of adrenaline, what are you doing if you crash and the kite drags you under the water? Do you have any tips how to react when getting washend by big waves?

Damn, this happens to me a lot and it’s scary when it’s big, my best advice would be not to wear a leash when it’s huge as things can go bad really quickly, but if you do choose to wear a leash make sure you have a good & easy safety release.

How big was the biggest wave you´ve ever ridden in your life?

Hmmmm, there are a couple sessions that stand out both tow surfing and kiting in sheer size, but I would have to say the biggest & scariest waves I have ever ridden are more shallow slabby waves with around 15-20 feet faces. I’m more into trying to find a crazy slab wave that a deep water big wave.

How long have you been riding for Slingshot Kites?

8 years now, they have been one of my best supporters.

From your perspective, what sets Sligshot apart from other Kiteboarding brands?

Product for sure, they are all about making quality product in it’s simplest form and I like that.

Slingshot kites are known for their build quality and stability. Is this especially important for waveriding, and whats your input on product development?

It is very important to have a strong product in the waves, no kite can ever with stand a certain wave destroying it, but Slingshots product gives you the best possible chance. I have a lot product input with them & it’s one of my favourite parts of being a pro.

Can you tell us more about the new developments in the 2010 Slingshot kites and boards?

I can’t give any secrets away at this stage, but we have some cool stuff in the pipeline.

Which kites do you prefer for waveriding and flat water? We are especially interested in the new Octane. How does it compare to the RPM and Fuel?

The octane is what I ride, it is versatile in every condition and such an easy kite to ride in the waves, the RPM & Fuel both work well in the waves too, but have limitations in certain conditions, for example in more offshore conditions they work as well as the octane, but when the wind is more onshore they are both incredible.

When are you hitting europe next? We’d love to see you at our homespot, St. Peter Ording!

I’m heading to Spain for a wave camp in April & was then thinking of spending a couple weeks filming in Europe, so hopefully then!!!

Thanks for the interview !

Thank you & thanks for the support.

Das folgende Video ist von Ben Wilson in Indonesien. Dort fährt er auch den neuen Octane in der Welle.

Informationen zum 2010er Slingshot Octane:

Der 2010er Octane von Slingshot bietet mit einer großen Drehfreude viel Spaß in Wellen oder auf dem Flachwasser. Er ist ein perfekter Allround-Kite.

Der Octane wurde auf dem Erfolgsrezept des 2009er Rev aufgebaut. Daraus geworden ist ein sehr fortschrittlicher Kite in der Linie der Hybrid-C-Kites.

Eine große Windrange, leichte Barkräfte, schnelles Drehverhalten, eine kompakte Bridle und solide Surf-Eigenschaften zeichnen den Octane 2010 aus.

Der Termin für den SUP Worldcup 2010 steht!

Posted: Februar 18th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News | No Comments »

Hamburg, 22.01.10: Das Stand Up Paddling (SUP) kommt in Deutschland immer mehr in Mode und auch die Hanseaten haben ihr Herz für den neuen Trendsport entdeckt. 27.000 Zuschauer jubelten im vergangenen Jahr beim ersten Jever SUP World Cup Hamburg in der HafenCity den 140 Profis und Amateuren aus dem In- und Ausland zu.

Nach der erfolgreichen Premiere geht es in diesem Sommer in die zweite Runde. Vom 27. bis zum 29. August treffen die besten Profis beim Jever SUP World Cup Hamburg 2010 erneut in der Elbestadt aufeinander. Zusammen mit den stärksten Amateuren kämpfen sie auf dem einzigen vom Deutschen Wellenreit Verband (DWV) anerkannte SUP Flatwater World Cup um ein Preisgeld von insgesamt 15.000 Euro. Gestartet wird in den Disziplinen Sprint und Long-Distance. Veranstaltet wird der Jever SUP World Cup von der Hamburger Agentur ACT AGENCY, die auch die weltgrößten Kitesurf- und Windsurfevents organisiert und durchführt. Titelsponsor ist, wie im Vorjahr, die friesisch-herbe Biermarke Jever.

Das SUP stammt aus Hawaii, wo bereits in den 60er Jahren Surflehrer aufrecht stehend auf ihren Boards aufs Meer hinaus paddelten, um die besten Riffe zu finden und gleichzeitig ihre Schüler im Auge zu behalten. Robby Naish machte den Trendsport in den USA und Europa bekannt, Hollywoodstars wie Jennifer Aniston oder Julia Roberts schwören darauf. “Jeder kann diesen fantastischen Ganzkörpersport ausüben, er ist Erlebnis und persönliche Herausforderung gleichzeitig. Das können die Zuschauer in Hamburg hautnah miterleben!”, so Surf-Legende Naish, der auch bei der zweiten Jever SUP World Cup Auflage sein Kommen angekündigt hat.

Neu in diesem Jahr: Vor dem Highlight in Hamburg wird die erste offizielle nationale Jever SUP-Tour von Mai bis August an verschiedenen Standorten ausgetragen. Die genauen Termine werden derzeit noch abgestimmt. “Mit dieser Tour wollen wir Stand Up Paddeling, das auf allen Gewässern möglich ist, in die Innenstädte zu den Menschen bringen”, erklärt DVW-Präsident Jan Groenendijk.

Die Besucher erwartet dabei eine Mischung aus Sport, Spaß, Lifestyle und Partys. Beim Promi-Race wollen die VIPs auf dem Wasser eine gute Figur machen, im Naish Showroom und dem SUP Village können die Zuschauer selbst aktiv werden und das neueste Equipment testen. Eine Erlebnisgastronomie verwöhnt mit handfesten und exotischen Genüssen und abends wird in angesagten Hamburger Locations auf den offiziellen SUP World Cup Partys gerockt. “Diese internationale Veranstaltung mit seinen Sport- und Freizeitelementen passt ideal zu unserer weltoffenen Stadt”, freut sich Staatsrat Dr. Manfred Jäger.

Stefan Permien auf Teneriffa

Posted: Februar 17th, 2010 | Author: Felix | Filed under: Boost-News, Kiteboarding, Reiseberichte | No Comments »

Über das letzte Januar-Wochenende war unser Teamrider Stefan Permien 5 Tage auf Teneriffa, um Fotos für seine neuen Sponsoren zu machen. Diese wir er auch in ein paar Tagen vorstellen. Hier ist sein kurzer Bericht von den Kanaren:

Zuerst möchte ich von der Wärme und der Sonne schwärmen. Nach mehr als 4 Wochen im Schnee und in Dunkelheit, war es sehr schön mal wieder Sonne und Wärme zu spüren. Wir hatten drei von vier Tagen Wind. Das Wasser war warm genug für den Shorty und bei Sonnenschein konnte man gut in Boardshort und T-shirt am Strand entlang schlendern. Das Hotel war direkt am Spot El Medano, wo je nach Windrichtung eine ganz nette Welle lief. Wir haben Videos und Fotos produziert, ein kleiner Vorgeschmack kommt hier:

Interview mit Rick Jensen

Posted: Februar 13th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews | No Comments »

Rick Jensen gehört zu den Top-Kitern in Deutschland. Er fährt unter anderem für Naish Kiteboarding und sein Name steht für einen radikalen Style. In letzter Zeit haben wir nicht mehr viel von ihm gehört, da er sich verletzt hatte. Wie das passiert ist und wie es ihm jetzt geht, erfahrt ihr hier:

Du hast ja gerade mit einer Verletzung zu kämpfen gehabt. Bei deinem letzten Moviedreh auf Mauritus hast du dich verletzt. Was ist genau passiert ?

Bei dem zweiwöchigen Videodreh auf Mauritius hatten wir leider mit Windmangel zu kämpfen und sind daher gezwungen gewesen bei nicht optimalen Bedingungen aufs Wasser zu gehen. Nachdem die Inverts im Kasten waren, heißt es auf ausreichend starken Wind für Kiteloops zu warten. Nach zwei Tagen Windstille kommt der Wind, wenn auch nicht so stark, wie ich es mir gewünscht hätte, am letzten Abend vor unserem Heimflug wieder. Ich knüpfte den 10er Torch an die frisch gekürzten Leinen. Jedoch wurde mir auf dem Wasser leider schnell klar, dass wir zwei Probleme hatten: Zum Einen hat der 10er in Kombination mit den kurzen Leinen nicht ausreichen Power und zum Zweiten hatte ich zur Landung bei LowTide gerade einmal knietiefes Wasser zur Verfügung. Lösung dieser beiden Probleme war, den 12er Torch knallhart aufzupumpen und mit dem 10er auszutauschen. Nun hatte ich schon mal so viel Zug im Kite, dass ich kaum noch die Kante halten konnte. Die Wassertiefe zu ändern, war nicht möglich, also heißt es einfach „Kopf ausschalten“ und beten.

Nachdem der erste Versuch gut ging, wollte ich beim zweiten Anlauf wissen, wo das Limit ist. Ich wartete auf eine Böe und reiße den Kite gnadenlos in einem großen Radius nach hinten. Als mir schon beim aufsteigen fast die Bar aus der Hand rutschte und ich ein kribbeln im Bauch spürte, schoss mir im nächsten Augenblick das Adrenalin durch den Körper und ich versuchte das Beste aus meiner Lage zu machen. Als ich am höchsten Punkt ankam und sah, wie der Kite durch die nicht mehr vorhanden Leinenspannung in sich zusammen fällt und mich bei der Landung nicht mehr auffangen würde. Mit flügelschlagsähnlichen Armbewegungen versuchte ich in eine gute Lage zu kommen, um den freien Fall aus der mehrstöckigen Höhe aufzufangen. Dank der festen Bindungen konnte ich mir schon mal sicher sein, dass ich nicht aus den Schlaufen rutschen und mir mein Schienbein aufreißen oder einen Spagat machen würde. Dass sich mein linkes Knie dazu entscheidet in die falsche Richtung zu beugen, hätte ich allerdings nicht gedacht. Der Einschlag ging so schnell und meine Eier schmerzten mir mehr als alles andere, bevor ich merkte, dass mein Knie instabil ist. Zurück zum Strand ging es dann per Bodydrag und das Abendessen wurde mit ca. 10 Ibuprofen 800 verfeinert, um den Rückflug am nächsten Tag mit 80kg Gepäck zu überstehen. Daheim beim Arzt meines Vertrauens wurden 6 Ampullen Blut aus meinem angeschwollenen und abartig schmerzenden Knie  gesogen, bevor mir die Radiologie mitteilte, dass sich das vordere Kreuzband in Luft aufgelöst hat und die Enden der Knochen vom Oberschenkel und Schienbein leicht angematscht sind. Die OP lief sehr gut und mein Physiotherapeut Artur, ist selbst ein Kiter, quält mich leidenschaftlich gerne, damit ich schnell wieder fit werde.

Wie sind deine Pläne trotz der Verletzung für 2010 sowohl national wie auch international ?

Seit dem 04.02 habe ich die Prüfungen meines ersten Maschbau-Semesters erfolgreich hinter mich gebracht. Also wird es Zeit, die Semesterferien sinnvoll zu nutzen, um nach der Verletzung wieder in Form zu kommen. 5-6 Wochen Thailand bei Onkel Dzevad sollten schon mal ein Anfang sein. Wie die weiteren Pläne im Detail aussehen bleibt vorerst noch ein Geheimnis, da ich keine leeren Versprechungen machen will. Ich versichere euch aber, dass schon so mach ein Schabernack ausgeheckt wurde, den es gilt im Sommer umsetzen.

Thema Trophy 2010, wirst du auch dieses Jahr komplett mit fester Bindung fahren und warum?

JA!!! Warum sollte ich nicht?

Die Fragestellung „Boots or Straps“ hat meiner Meinung nach nichts mit der Trophy, sondern eher etwas mit dem persönlichen Fahrstil und eigenen Vorlieben zu tun. Ich fühle mich in Bindungen einfach wohler. Ehrlich gesagt hätte ich in Straps sogar Angst so zu fahren, wie ich es mit Bindungen tue. Meine Schienbeine mussten schon oft die scharfe Kante des Boards oder eine Finne spüren, wenn ich mit den Füßen aus den Schlaufen gerutscht bin, weil die Landung zu hart war. Klar bringen die Boots auch ihre Nachteile mit sich. Nach dem man sich daran gewöhnt hat und sich in den Stiefeln wohl fühlt, gibt es jedoch kein zurück mehr…

Aber es sollte wirklich jeder für sich selbst entscheiden und vor allem seinem Fahrkönnen anpassen. Sonst verletzt sich noch jemand ;-)

Mit deinen Movies und Bildern setzt du jedes Mal richtig coole Akzente, wer denkt sich die Aktionen eigentlich immer aus?

Die Ideen kommen meist von ganz alleine, ohne Vorankündigung. Wenn etwas Sinnvolles oder auch Sinnfreies dabei ist, wird abgewogen, ob es sich lohnt diese Idee weiter auszubauen oder nicht. Falls ja, wird Tag und Nacht daran getüftelt.

Andererseits sind es oft auch einfach nur spontane Aktionen aus denen ein großes Potential geschöpft werden kann, ohne dass vorher damit gerechnet wurde. Es lohnt sich immer eine Kamera am Start zu haben. Die Sache als ich mir zum Beispiel den Arsch aufgerissen habe, war nur so nebenbei gefilmt und ich hätte niemals vor dem Herunterziehen des Neos mit einer solchen Wunde gerechnet.

Im Sommer trifft man dich oft auf der Anlage in Pinneberg und natürlich an unseren Küsten, welche Spots sind deine Favoriten?

Es gibt an den deutschen Küsten viele sehr gute Spots, die je nach Windrichtung ihren ganz eigenen Charme an den Tag legen und für jeden Geschmack etwas bereit halten. Fehmarn zum Beispiel hat ein paar leckere Flachwasserreviere, welche ich zum Wakestyle fahren sehr bevorzuge. Wo sich meine Leckerbissen genau befinden, werde ich natürlich nicht an den Tag legen. Wäre ja schön blöd von mir. Da jeder der dieses Interview ließ Internet hat, gebe ich euch den Tip, einfach mal bei GoogleEarth vorbeizuschauen und auf die Suche zu gehen. Es gibt etliche Ecken die noch nicht entdeckt wurden und perfekte Bedingungen bereit halten.

Hast du trotz Deines Studiums eigentlich genug Zeit zu trainieren?

Keine Ahnung… Pünktlich zum Beginn des ersten Semesters riss mir ja leider das Kreuzband und damit war das normale Training gestrichen und ich musste mich auf drei Mal die Woche Physiotherapie beschränken. Ich mache mir aber keine Sorgen, dass ich zu wenig aufs Wasser kommen werde, da Freistunden, Wochenenden und Semesterferien sinnvoll genutzt werden können. Außerdem sind nicht alle Vorlesungen Pflichtveranstaltungen…

Wie erklärst du dir, dass unsere kleinen Nachbarn aus den Niederlanden international so erfolgreich sind ?

Dafür gibt es sicherlich die unterschiedlichsten Gründe.

Support, Windbedingungen, etc…

Letztendlich ist es aber von jeder Person selbst im einzelnen abhängig. Wenn die Motivation stimmt und keine Mühen gescheut werden, kann man jedes Ziel erreichen.

Was müsste sich in Deutschland ändern, damit mehr Nachwuchsfahrer in der zukünftigen Weltspitze mitfahren können?

Für eine zukünftige deutsche Weltspitze müssten wir entweder einen meteorologischen Wandel bekommen, der den deutschen Spots konstante 5bft und tropische Temperaturen bringt, oder den Nachwuchsfahrern so viel Support geben, dass sie alle zusammen an den besten Spots der Welt trainieren können. Momentan sieht es aber so aus, als würde sich die ganze Sache etwas in die andere Richtung verändern. Man kann nur hoffe, dass der ewige Winter bald ein Ende hat und es nicht in einer Eiszeit endet.

Du bist seit Jahren von Naish Kiteboarding gesponsert, was gefällt dir besonders gut an der Marke “Naish“?

Ich fühle mich im Naish-Team sehr wohl und es ist für mich in der langen Zeit schon wie eine kleine Familie geworden. Der Support ist sehr gut und die Qualität des Equipments lässt ebenfalls nicht zu wünschen übrig. Ich bin rundum gut versorgt und glücklich.

Der Torch gehört zu den besten C Kites auf dem Markt. Auch dieses Jahr wurde er erneut etwas optimiert. Was gefällt dir besonders gut am neuen Torch ?

Das Feeling, wenn man den Kite in die Luft lässt, entspricht einfach genau dem, wie ich es mir für einen gegenwärtigen Hochleistungs-C-Kite vorstelle. Er dreht schnell und gleichmässig, wobei er durch hohe Flugeschwindigkeit schon bei geringem Wind ordentlich Power entwickelt. Die Steuerkräfte sind eher hoch einzuschätzen, während sich der Grundzug an der Bar im Mittelfeld bewegt. Dadurch weiss man immer genau, wo der Kite steht und er reagiert sehr direkt auf Lenkbefehle. Neben Freestyle macht der Torch durch seine hohe Fluggeschwindigkeit und geringe Backstall-Anfälligkeit auch in der Welle sehr viel Spaß.

Naish hat 2010 auch neue Boards mit neu entwickelten Schlaufen, wie findest du diese (:-) kleiner Scherz) du fährst ja feste Bindungen ?

Die Entwicklungen des Equipments bringen das Leistungspotential des Sports jedes Jahr weiter nach vorne. Mit den neuen Schlaufen von Naish wird einem die Möglichkeit für sehr guten Halt auf seinem Board gegeben. Dieses absolut innovative System bringt einem ein neues Boardgefühl für noch mehr Action auf dem Wasser bei jeden Bedingungen. Selbst kabbeligstes Wasser kann dem Halt in den neuen Naish-Schlaufen nichts anhaben. Daher werden schwierig zu landene Moves einfacher und der Bewegungsfreiraum ist nicht so eingeschränkt, wie es bei festen Bindung der Fall ist. Ich selbst fahre Bindungen um die Limits noch weiter zu pushen und bei härtesten Landungen immer noch volle Kontrolle zu haben.

Letztes Jahr warst du bei Robby Naish auf Hawaii und hast dort einige Zeit verbracht. Wie war das bei ihm zuhause, ich habe gehört, dass er es mag in ganz einfachen und normalen Verhältnissen zu leben?

Genau…. ;-) wenn er seine Verhältnisse als einfach und normal ansieht, weiß ich nicht, wie er leben würde, wenn er Luxus bevorzugt. Sein kleines Domizil auf Maui lässt Männerherzen höher schlagen. Neben einer Garage für sein „Spielzeug“, wie ein Rennauto, JetSkis, etc., hat er vor seinem Haus noch eine Crossstrecke für Buggys. Ich denke aber das es ganz normal ist, wenn man Robby Naish heißt… Er selbst ist ein ganz entspannter auf dem Boden gebliebener, sympathischer Typ. Die Zeit bei ihm war ein Erlebnis und ich freue mich schon auf den nächsten Trip nach Maui.

Rick nimmt aktuell an einem Video-Wettbewerb teil. Er hat uns gebeten darauf aufmerksam zu machen. Das wollen wir ihm nicht nehmen und geben euch hier den LINK, um für ihn zu voten.