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Atlantiküberquerung: Interview mit Jan und Klaas

Posted: März 22nd, 2010 | Author: admin | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News, Interviews | 1 Comment »

Hi Jan und Klaas, anstelle eines Blog-Eintrags möchten wir diesmal ein kleines Interview von euch. Ihr seit nun bereits über 160 Tage unterwegs. Läuft der Trip so wie ihr euch das vorgestellt habt ?

Ja auf jeden Fall. Vor allem sind die Segeletappen zwischen den einzelnen Stops sehr angenehm. Es ist wie ein Schlussstrich und dann wieder ein Neuanfang. Man erlebt die neue Insel oder das neue Land, nachdem man ein oder mehrere Tage nur Wasser gesehen hat, viel intensiver.

Wie läuft das denn mit der Nachtwache an Bord genau?

Wenn wir zu zweit sind teilen wir die Nacht in drei Stunden Abschnitte ein. Meist beginnt die Nacht so gegen 21:00 Uhr Schiffszeit und dann wird abwechselnd Wache gegangen. Also von 21:00-00:00, 00:00-03:00, 03:00-06:00 und 06:00-09:00. Segelt man zu zweit ist man nach so einem Wachwechsel nach drei Tagen so müde, dass man tagsüber den Schlaf unbedingt nachholen muss.

Jetzt seid Ihr in der Karibik angekommen, wie waren Eure ersten Eindrücke?

Die Karibik ist einfach ein Traum. Die Temperaturen hier sind nie unter 27 Grad, so dass ich die letzte Nachtwache trotz Regen in Badehose verbracht habe. Die Inseln hier erinnern nicht immer an die typischen kleinen Palmeninseln, an die jeder beim Begriff “Karibik”denkt. Gerade die flachen,  südlichen Inseln der kleinen Antillen haben eine eher karge Vegetation, auf den größeren hohen Inseln gibt es dafür aber wieder einen dichten Urwald und Palmen gesäumten Stränden. Die Kite- und Segelbedingungen hier sind einfach perfekt und vor allem mit einem eigenen Boot lassen sich viele Spots entdecken.

Auf Euren Bildern und Videos ist immer das perfekte Traumwetter. Wie beurteilt ihr die Wind- und Wetterlage nach euren ersten Wochen in der Karibik?

Die Wettervorhersage im Radio auf Barbados hat es auf den Punkt gebracht, “sunshine the next 10 days”. Mit dem Wind ist es unterschiedlich. Wenn der Passat durchkommt hat man eine Woche richtig guten Wind für große Schirme. Wir hatten aber auch zwei Wochen in denen der Passat gestört wurde und dann nur ein oder zwei Tage Wind in der Woche war.

Welche Inseln werdet ihr noch anlaufen. Habt Ihr einen Plan, oder lasst Ihr euch jetzt erst mal treiben?

Wir haben keinen festen Plan welche Inseln wir anlaufen. Fixpunkte sind immer die Inseln, auf denen wir uns mit Freunden, die uns besuchen, zu vereinbarten Zeiten verabredet haben. Als nächstes fahren wir von Antigua nach St. Martin und von dort weiter zu den Britischen Jungfraueninseln.

Wie lange werdet Ihr noch in der Karibik verbringen und welche Route ist nach dem aktuellen Stand zurück geplant ?

Das optimale Zeitfenster, um die Karibik Richtung Europa zu verlassen ist relativ klein. Man muss natürlich vor der Hurricansaison los segeln. Außerdem steigt die Chance, in schwache Winde zu kommen umso später man los segelt. Andererseits kann man in schlechtes Wetter geraten, wenn man zu früh los segelt. Wir planen so Ende April bis Mitte Mai Richtung Azoren zu segeln,. Vielleicht stoppen wir auch nochmal auf Bermuda. Von den Azoren geht es dann Richtung Englischen Kanal und von dort dann wieder nach Hamburg.

Wann werdet ihr voraussichtlich wieder in Europa sein? Fahrt Ihr nochmals die Kapverden an?

Geplant ist, dass wir im Juni wieder in Deutschland sind. Die Kapverden liegen leider nicht mehr auf unserem Kurs.

Wie ist der Wind zu beurteilen, gibt es eine Regelmäßigkeit?

Die Tiefdruckgebiete ziehen im Nordatlantik immer von West nach Ost und mit denen wollen wir wieder nach Europa segeln.

Zu euren Kites, die auf der Reise mit dabei sind: Wie fliegt sich der neue F.One Bandit 3 im Freestylebereich?

Der Bandit 3 ist echt ein klasse Freestyle-Kite. Auch wenn ich letztes Jahr noch die C-Kites favorisierte, steht der der Bandit nach einer kurzen Eingewöhnungsphase den C-Kites in nichts nach. Vor allem der 11er macht so richtig Spaß und hat einen enormen Pop. Hinzu kommt der große Einsatzbereich der einem auch bei etwas unkonstanten Winden immer den optimalen Druck für den Trick gibt.
Wir haben hier den 13qm, 11qm, 9qm, 8qm und 7qm Bandit 3 an Bord, ganz generell finden wir, dass der 11er und 13er fast gleich früh losgehen, der 13er aber etwas mehr Grundzug hat und dafür mehr der Kite für schwerere Fahrer ist, beim 9er und 8er ist es ähnlich. Daher würde ich für Kiter über 75kg eine Kombi aus 13er und 9er empfehlen und für Kiter bis 75kg ist denke ich eine Kombi aus 11er und 8er Bandit3 sinnvoll.

Was gefällt Euch bei beim Bandit 3 besonders gut?

Am besten gefällt uns das direkte Flugverhalten und die Stabilität des Kites bei Windlöchern und Böen, außerdem gefällt es uns, dass sich der Kite an der Bar fast wie ein C-Kite anfühlt.

Kurz zu den Boards, Ihr fahrt das Trax, Acid, Bamboo. Was könnt Ihr uns zu den Boards sagen?

Das Trax genau wie das Acid sind gute Freestylebretter. Das Trax hat eine höhere Kursstabilität als das Acid und ist vielleicht einen Hauch schneller, dafür kann man mit dem konstanten Rocker vom Acid einfacher ankanten und das Acid ist etwas drehfreudiger.  Das Acid konnten wir auch in Wellen testen. Wenn die Wellen richtig kraftvoll und hoch werden, bringt das Acid auch in den Wellen richtig Spaß.
Das Bamboo ist natürlich in der Welle die erste Wahl. Das Bamboo ist ein echt wendiges Board mit dem man schon in hüfthohen Bedingungen Wellen erwischt. Mit dem Bamboo kann man grundsätzlich eine Kitegröße kleiner fahren. Mir gefällt besonders gut, dass man auch bei hohen Geschwindigkeiten die volle Kontrolle über das Brett hat.

Vielen Dank und noch total viel Spaß!


Hi Jan und Klaas,

würde gerne folgendes Interview mit Euch mal führen :

Ihr seit nun bereits über 130 Tage unterwegs !
Läuft der Trip so wie Ihr Euch das vorgestellt habt ?

Ja auf jeden Fall. Vor allem sind die Segeletappen zwischen den einzelnen Stops sehr angenehm. Es ist wie ein Schlußstrich und dann wieder ein Neuanfang. Man erlebt die neue Insel oder das neue Land, nachdem man ein oder mehrere Tage nur Wasser gesehen hat, viel intensiver.

Wie läuft das denn mit der Nachwache auf See so genau ?

Wenn wir zu zweit sind teilen wir die Nacht in drei Stunden Abschnitte ein. Meist beginnt die Nacht so gegen 9 Uhr Schiffszeit und dann wird abwechselt Wache gegangen. Also von 9-12, 12-03, 03-06 und 06-09. segelt man zu zweit ist man nach so einem Wachwechsel nach drei Tagen so müde dass man tagsüber den Schlaf nachholen muss.

Jetzt seid Ihr in der Karibik angekommen, wie waren Eure ersten Eindrücke ?

Die Karibik ist einfach ein Traum. Die Temperaturen hier sind nie kälter als 27 Grad, so dass ich sebst die letzte Nachwache in Badehose, trotz Regen, verbracht habe. Die Inseln hier erinnern uns nicht immer an die kleinen Palmeninseln die für die Karibik stehen, gerade die flachen südlichen Inseln der kleinen Antillen haben eine eher karge Vegetation, auf den größeren hohen Inseln gibt es dafür aber wieder einen dichten Urwald und Palmen gesäumten Stränden.
Die Kite und Segelbedingungen hier sind einfach perfekt, vor allem mit einem eigenen Boot lassen sich viele Spots entdecken.

Auf Euren Bildern und Movies ist immer das perfekte Traumwetter, wie seht Ihr die Wind und Wetterlage nach Euren ersten Wochen in der Karibik ?

Die Wettervorhersage im Radio auf Babados hat es auf den Punkt gebracht :” next 10 days Sunshine”. Mit dem Wind ist es unterschiedlich. Wenn der Passat durchkommt hat man eine Woche richtig guten Wind für große Schirme. Wir hatten aber auch zwei Wochen in denen der Passat gestört wurde und dann nur ein oder zwei Tage Wind in der Woche war.

Welche Inseln werdet Ihr noch konkret anfahren, habt Ihr einen Plan, oder lasst Ihr Euch einfach nur treiben ?

Wir haben keinen festen Plan welche Inseln wir anlaufen. Eckpfeiler bei uns sind und waren immer die Inseln und Zeiten auf denen wir uns mit Freunden, die uns besuchen, verabredet haben. Als nächstes fahren wir denke ich von Antigua nach St. Martin und von dort weiter zu den britschen Jungfraueninseln.

Wie lange werdet Ihr noch in der Karibik verbringen und welche Route ist nach dem aktuellen Stand zurück geplant ?

Das optimale Zeitfenster, um die Karibik Richtung Europa zu verlassen ist relativ klein. Man muss natürlich vor der Hurricansaison lossegeln, ausserdem steigt die Chance in schwache Winde zu kommen umso später man lossegelt, andererseits kann man in schlechtes Wetter geraten wenn man zu früh lossegelt. Wir planen so Ende April bis Mitte Mai Richtung Azoren zu segeln, vielleicht stoppen wir auch nochmal auf Bermuda. Von den Azoren geht es dann Richtung Englischen Kanal und von dort dann wieder nach Hamburg.

Wann werdet Ihr vorraussichtlich wieder in Europa sein ? Fahrt Ihr nochmals die Kapverden an ?

Geplant ist, dass wir im Juni wieder in Deutlschland sind. Die Kapverden liegen leider nicht mehr auf unserem Kurs.

Wie ist der Wind zu beurteilen, gibt es eine Regelmässigkeit ?

Die Tiefdruckgebiete ziehen im Nordatlantik immer von West nach Ost und mit denen wollen wir wieder nach Europa segeln.

Zu Euren Kites, wie fliegt sich der neue F.One Bandit 3 gerade im Freestylebereich ?

Der Bandit 3 ist echt ein klasse Freestyle Kite. Auch wenn ich letztes Jahr noch die C-Kites favorisierte, steht der der Bandit nach einer kurzen Eingewöhnungsphase den C-Kites in nichts nach. Vor allem der 11er macht so richtig Spass und hat einen enormen Pop. Hinzu kommt der große Einsatzbereich der einem auch bei etwas unkonstanten Winden immer den optimalen Druck für den Trick gibt.
Wir haben hier den 13qm, 11qm, 9qm, 8qm und 7qm Bandit 3 an Bord, ganz generell finden wir, dass der 11er und 13er fast gleich frueh losgehen, der 13er aber etwas mehr Grundzug hat und dafür mehr der Kite für schwerere Fahrer ist, beim 9er und 8er ist es ähnlich. Daher würde ich für Kiter über 75kg eine Kombi aus 13er und 9er empfehlen und für Kiter bis 75kg ist denke ich eine Kombi aus 11er und 8er Bandit3 sinnvoll.

Was gefällt Euch bei beim Bandit 3 besonders gut ?

Am besten gefällt uns das direkte Flugverhalten und die Stabilität des Kites bei Windlöchern und Böen, ausserdem gefällt es uns, dass sich der Kite an der Bar fast wie ein C-Kite anfühlt.

Kurz zu den Boards, Ihr fahrt das Trax, Acid, Bamboo. Was könnt Ihr uns zu den Boards sagen ?

Das Trax genau wie das Acid sind gute Freestylebretter. Das Trax hat eine höhere Kursstabilität als das Acid und ist vielleicht einen Hauch schneller, dafür kann man mit dem konstanten Rocker vom Acid einfacher ankanten und das Acid ist etwas drehfreudiger.
Das Acid konnten wir auch in Wellen testen. Wenn die Wellen richtig kraftvoll und hoch werden, bringt das Acid auch in den Wellen richtig Spass.
Das Bamboo ist natürlich in der Welle die erste Wahl. Das Bamboo ist ein echt wendiges Board mit dem man schon in hüfthohen Bedingungen Wellen erwischt. Mit dem Bamboo kann man grundsätzlich eine Kitegröße kleiner fahren, mir gefällt besonders gut, dass man auch bei hohen Geschwindikeiten die volle Kontrolle über das Brett hat.

Vielen Dank und noch total viel Spaß!

Ein Kommentar zu “Atlantiküberquerung: Interview mit Jan und Klaas”

  • 1 Steffi said at 5:00 pm on April 28th, 2010:

    Hallo Jan und Klaas, jetzt probiere ich mal mit Euch Kontakt auf zu nehmen.
    Ich bin Steffi 28 Jahr und habe vor ein paar Jahren mit meinen Eltern den Atlantik überquert. wir waren auf einer Weltreise unterwegs. Und sind meine Eltern auf dem Weg unser Segelschiff wieder zurück ins Mittelmeer zu holen, damit wir einfach mehr vom segeln haben.
    Habe ich das richtig verstanden, dass Ihr in den nächsten Tagen/Wochen den Atlantik überqueren wollt zurück zu den Azoren??
    Da ich überhaupt keinen Kontakt mit meinen Eltern haben kann, und somit kein Lebenszeichen höre, wollte ich mal schauen ob ich irgendjemand finde, der über das SSB oder ähnliches vielleicht ab und zu mir ein Lebenszeichen von Ihnen senden kann.

    Meldet Euch doch einfach mal, vielleicht klappt das ja, das wäre hervorragend!!
    Liebe Grüße Steffi


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