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Interview mit Mathias Wichmann

Posted: März 13th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | 3 Comments »

Mathias Wichmann lebt in Greifswald und sein Homespot ist Loissin. Er studiert und arbeitet, neben dem Studium und seinem Leben als Pro-Kiter, als Redakteur bei dem deutschen Kitesurfmagazin Kitelife. Da ihm der Winter hier zu frostig geworden ist, ist er nun zum wiederholten Male zu seinen Lieblingsspots nach Australien gereist. Wir haben ihn interviewt und geben dir somit die Möglichkeit, zumindest im Text und Bild dem kalten Wetter zu entkommen! Ausserdem ist Mathias Slingshot-Teamrider und gibt uns Auskunft über die Produkte.

Moin Mathias! Zur Zeit bist du zum Kiten in Westaustralien, was verschlägt dich seit Jahren immer wieder dahin?

Hey Denis! Das erste Mal bin ich vor zwei Jahren herkommen. Der Grund damals war, dass ich für mein Studium, Lehramt auf Deutsch und Englisch, einen dreimonatigen Aufenthalt im englischsprachigem Ausland machen musste. Schnell wurden aus drei Monaten dann fast sechs Monate. Jetzt muss ich einfach immer wieder herkommen, weil ich mein Herz an Land und Leute verschenkt habe. Zudem ist meine Freundin Australierin und somit der größte Faktor, warum ich immer wieder herkomme. Und die Wellen :)

Welches sind deine TOP Spots an der Westküste ?

Genau das ist das gute an Perth. Hier gibt es für jede Windrichtung einen Spot, der dich mit Flachwasser und gutem Wind verwöhnt. Zum einen gibt es den sehr bekannten Woodman Point. Der Wind bläst im Sommer fast ausschließlich aus Südwest und kommt an diesem Spot dann stets über eine Sandbank und sorgt somit für spiegelglattes Wasser. Dann gibt es noch Point Walter. Perfekt für alles, was aus Osten kommt. Point Walter hat auch eine Sandbank und verwöhnt dich mit Flachwasser.

Du fährst gerne Freestyle und Welle ? Was macht dir persönlich mehr Spaß?

Ehrlich gesagt habe ich das Glück, dass ich das trennen kann. Wenn es windig ist, gehe ich zum Flachwasserspot und tobe mich aus. Wenn es windstill ist, gehe ich surfen. Ganz ohne Strippen und Trapez. Das ist einfach ein wunderschönes Gefühl, wenn du eine Welle erwischst und du nur von der Kraft der Welle angetrieben wirst.

Die Strände von Westaustralien, sowie der konstante Fremantle Doctor, gehören zu den besten der Welt! Wie siehst du das im Vergleich zu z.B. Südafrika?

Ich müsste jetzt lügen, um was Gescheites zusagen, da ich noch nie in Südafrika war. Was ich so gehört habe, ist das Wasser wohl sehr kalt. Das ist es hier nicht. Dennoch sehen die Landschaftsaufnahmen von Südafrika beeindruckend aus. Vermutlich würde ich weniger wegen des Kitens dorthin, als mehr wegen der Natur.

Seit Jahren fährst du auch bei deutschen Contests mit. Gibt es für 2010 konkrete Ziele ?

Vermutlich wird mir die Zeit für Contests fehlen. Ich musste wegen der Uni schon im letzten Jahr auf einige Stops verzichten. Dieses Jahr wird es noch um einiges magerer ausfallen. Dafür werde ich versuchen etwas mehr auf Kamera festzuhalten. Das ist um einiges nachhaltiger als an einem Wochenende zu zeigen, was man kann.

Slingshot ist seit Jahren einer deiner Sponsoren, was gefällt Dir besonders gut an der Marke ?

Ich kann mit Glück sagen, dass mich Slingshot mit Kites und Boards unterstützt. Mit Glück deswegen, weil ich als Testleiter der Kitelife damals alles in die Hand nehmen konnte, was derzeit auf dem Markt war. Ich hatte mich in die Slingshot Schirme verliebt und fand auch, dass das Lunacy ein erstklassiges Board ist. Also wollte ich mehr davon. Seitdem bin ich überzeugt, dass jeder sein oder ihr perfektes Material finden kann. Es gibt viele gute Kites auf dem Markt. Bei mir hat es mit dem RPM einfach gepasst.

Der neue RPM wurde nochmals verbessert, wo liegen für dich die Hauptmerkmale ?

Nochmals verbessert wäre falsch. Da es erst die zweite RPM Generation ist, kann er schwer nochmals verbessert worden sein. Ich habe lang mit Youri Zoon über den Schirm und seine Verbesserungen geschnackt. Was schnell klar wurde war, dass es sehr schwer sein würde, etwas zu verbessern. Daher wurden nur Kleinigkeiten verändert. Schneller, präziser, usw. Dadurch bleibt der RPM ein herausragender Kite in der Crossover-Liga. Die Bar ist ein eigenes Thema. Dennoch auf jeden Fall erwähnenswert. Die neue 2010er Slingshot Bar, mit der alle Schirme jetzt ausgeliefert werden, wurde extrem verbessert. Der Swivel über der Bar dreht hervorragend aus und auch das Quickrelease kann sich jetzt sehen lassen.

Du selbst bist als Redakteur der Zeitschrift “Kitelife” unterwegs und berichtest seit Jahren selbst. Wie bist du dazu gekommen ?

Eine etwas längere Geschichte: Ich bin meine ersten Meter unter der Anleitung von Peter Goldbach, dem Chefredakteur der Kitelife, gefahren. Er war also mein Kitelehrer. Schnell entwickelte sich eine Freundschaft und ich wurde ein Teil des boardway als Kitelehrer. Peter bekam den Job als Chefredakteur bei der Kitelife und musste schnell merken, dass eine Kiteschule und Redakteur nicht machbar sein würde. So suchte er Verstärkung. Da ich Deutsch studiere und ein bisschen Kiten kann, waren die Voraussetzungen für einen Redaktionsjob gelegt. Mir macht der Job enorm viel Spaß und es ist jedes Mal ein kleines Baby, das man mit den Graphikern zu Welt bringt.

In Detuschland bist du primär an der Ostsee unterwegs. Welche sind deine favorisierten Spots in Deutschland ?

Ganz klar mein Homespot Loissin. Wie kürzlich auf einer Doppelseite zu sehen war, ist Loissin einer der schönsten Spots der Welt. Zudem ist das Flair rund um die Kiteschule “boardway” bezaubernd schön. Es ist schön, gelegentlich mal etwas anderes zu sehen, dennoch spürt man, wo seine Wurzeln sind. Und die ankern fest im Loissiner Strand bei Greifswald.

Wir danken für das Interview !


3 Kommentare zu “Interview mit Mathias Wichmann”


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