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Testbericht: Brunotti Youri Zoon Pro Model 2010

Posted: Mai 11th, 2010 | Author: Felix | Filed under: Boost-News, Kiteboarding, Testberichte | Tags: , , | 1 Comment »

Christian hat das neue Brunotti Board Youri Zoon Pro Model 2010 ausgiebig getestet:

Zum Board: Letzte Woche durfte ich das lang ersehnte, neue 2010er Brunotti Youri Zoon Pro Model zum ersten Mal in den Händen halten. Bei der Form fallen schon viele Unterschiede zum Vorgänger auf. Das Board hat eine etwas rundere Outline, ist aber immer noch sehr „Rechteckig“, wie ich es am liebsten mag. Ausserdem hat das Board an den Tips Quadchannels. Wakeboarder kennen das schon lange und auch im Kiten verbreitet sich diese Technik so langsam. Das sind Kanäle, die unten in der Oberfläche eingelassen sind. Was diese ganze Technik bringt, erkläre ich mit dem Fahrverhalten. Zu den Neuerungen am Board kommen noch die neuen Pads und Schlaufen. Die weichen Gel-Pads dämpfen Erschütterungen und Vibrationen ab. Sie haben nun auch eine Zehenkante, an der man sich festkrallen kann. Die Schlaufen sind sehr fußgerecht geformt und umschließen den Fuß perfekt. Das ermöglicht einen sehr festen Halt. Die Polsterung ist sehr bequem und der Aufdruck ist rutschfest. Lediglich die Montage war schwierig, da der Platz für die Schlaufen auf den Pads sehr begrenzt ist. Eine Schraubensicherung unterbindet dann aber ein ungewolltes Lösen der Schrauben.

Zum Fahrverhalten:
Um zurück zur Technik zu kommen, möchte ich erklären, was die neuen Features des Boards auf dem Wasser bringen. Die rundere Outline lässt das Board besser durch kabbeliges Wasser fahren. Es ist daher etwas leichter Tricks zu stehen, als beim Vorgänger. Die Channels sind meiner Meinung nach die Neuerung mit dem größten Effekt. Sie versteifen das Board an den Tips und liefern deutlich mehr Pop beim Absprung. Ich habe mich gleich bei den ersten Loaded Tricks gewundert, wie hoch ich doch plötzlich kam, obwohl ich nur mittelmäßig mit meinem 11er Flexifoil Hadlow Pro angepowert war. Der Flex des Boards ist aber dennoch gewährleistet, da die Channels nicht durch das komplette Board verlaufen. Durch den Flex werden die Landungen genau so weich und kontrolliert, wie mit dem Vorgänger aus 2009 auch.
Ich kann nicht wirklich beurteilen, wie doll die Channels in die Fahrgeschwindigkeit des Boards einwirken, aber es fährt sich sehr schnell. Wo die Channels auf jeden Fall wieder Wunder wirken, ist bei der Kontrolle. Denn sie unterstützen die Finnen zusätzlich und machen es möglich, auch hohe Geschwindigkeiten zu kontrollieren und dabei punktgenau abzuspringen.
Eine Dreifach-Konkave im Unterwasserschiff sorgt für gute Höhelaufeigenschaften. In diesem Punkt war das erste Youri Zoon Pro Model schon gut und das ist auch beibehalten worden. Höhe laufen, gerade auch bei wenig Wind, ist immer ein wichtiger Punkt für mich, denn je mehr Höhe man fährt, um so mehr Tricks kann man machen.
Somit komme ich zum Punkt der Leichtwindtauglichkeit. Wie weiter oben schon erwähnnt, war ich mit dem 11er an dem einen Tag nicht voll angepowert. Trotzdem gleitete das Board sehr gut an und zog viel Höhe. Durch den, für die Flensburger Förde üblichen, Kabbel lief das Board sanft. Auch bei viel Wind lässt sich das Board gut beherrschen, aus den Punkten, wie ich sie auch schon mit der hohen Fahrgeschwindigkeit beschrieben habe. Ich habe das Board mit meinem 9er gut angeknallt gefahren und auch hier waren präzise Absprünge und kontrollierte Landungen kein Problem. Die 5cm Finnen greifen gut, aber verhindern die Drehfreudigkeit nicht. So ist ein präziser Absprung gewährleistet und das plane weiterdrehen nach switch- oder blind-Landungen sehr einfach. Lästiges Spritzwasser gibt es bei keiner von beiden Größen, egal ob angepowert oder nicht, da die Tips etwas nach oben zeigen.
Die neuen Pads und Schlaufen gefallen mir echt gut. Sie sind sehr bequem. Auch mit meinen 3mm Neoprensocken gegen kaltes Wasser kam ich leicht hinein. Die Form, der rutschfeste Aufdruck der Schlaufen und die Zehenkante an den Pads sorgen für einen festen Sitz bei gutem Komfort. Man fliegt nur selten bei Stürzen heraus, es sei denn, man will es auch, um die Knochen heile zu lassen. Die Schlaufen lassen sich variabel aufschrauben, man kann einstellen, ob man für kleine oder große Füße montiert. Zudem kann man sie per Klettbandsystem feineinstellen.

Zur Größenauswahl:
Ich habe beide Größen schon getestet. Nun muss man erst einmal zu mir sagen, dass ich um die 75kg wiege und lieber mit viel, als wenig Druck im Kite fahre. Für Freestyle bevorzuge ich auf jeden Fall die 130x39cm Variante. Ich kann mit dem Board sehr gut ankannten und mich so hoch hinaus katapultieren. Natürlich geht die 132x41cm Variante früher los, allerdings liegt der wirkliche Unterschied, meiner Meinung nach, im Handling. Für mich war es schwieriger das große Board anzukannten. Da werden schwerere Rider auf ihre Kosten kommen. Dafür sind Landungen, insbesondere blind oder wrapped, mit dem Großen einfacher, was das Training beschleunigt. Ich denke die Grenze liegt irgendwo zwischen 75 und 80kg. Darunter lieber das kleine, darüer lieber das große Board. Zu guter Letzt bleibt das ja aber auch eine Geschmackssache und jeder sollte für seinen Style das passende Board wählen.

Viele Grüße und viel Spaß mit dem Board,
Christian Winkenjohann

P.S: Auf www.christianw.de werden in regelmäßigen Abstäden neue Bilder und Videos von mir mit dem Brunotti Youri Zoon Pro Model 2010 zu sehen sein!

Ein Kommentar zu “Testbericht: Brunotti Youri Zoon Pro Model 2010”


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