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Interview mit Cabrinha Rider Tobi Hölter

Posted: September 17th, 2011 | Author: Felix | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

Foto: Michael Roßmeier

Tobias Hölter ist 23 Jahre alt, kommt aus der Nähe von Hamburg und hat nach 3 Jahren bei JN den Sprung ins internationale Team von Cabrinha geschafft. Im Boost Interview blickt er auf seine erste Season bei den Hawaiianern zurück und verrät uns wie er die kalte Jahreszeit übersteht.

 

Boost: Wie war deine erste Saison bei Cabrinha? Die Rider-Liste von Cabrinha liest sich ja wie ein Who-is-Who des Kitesurfens. Wie ist die Stimmung im Team? Hast du schon alle Rider kennengelernt?

 

Tobi: Sehr schön!! =]

Ich bin dieses Jahr viel Unterwegs gewesen und habe viel Zeit auf dem Wasser verbringen können. Cabrinha behandelt seine Teamfahrer sehr professionell. Bei einem Teammeeting in München, schafften wir es im Frühling, diesen Jahres alle Zusammen zu kommen um über die bevorstehende Saison zu quatschen.

Die Stimmung im Team ist super unter den deutschen Fahrern, wie auch bei den Internationalen. Gerade vor letztes Wochenende war ich mit Alberto Rondina auf SUP Mission und wir hatten ne wirklich gute Zeit zusammen.

 

Boost: 2011 war deine vierte Saison in der Trophy. Was hat dich gefreut, was würdest du im Nachhinein anders machen?

 

Tobi: Da hat jemand gut recherchiert ;]

Ja die Trophy, da spalten sie sich die Geister. Also ganz vorne an Hut ab was Pascal und der Rest der Orgatruppe da jedes Jahr auf die Beine stellt.

Die Trophy war für mich schon von je her interessant. Zu vielen Leuten auch wenn man sie gerne mag hat man leider nicht immer Kontakt und so ist es auch unter vielen Teilnehmern der Tour. Von den Meisten hört und sieht man nicht viel außer vielleicht im Internet

Zu drei Terminen im Jahr kann man aber sicher sein diese Leute dort anzutreffen und mal wieder mit ihnen schnacken zu können, das ist wirklich sehr nett.

Vom sportlichen Ablauf her ist es leider wie schon immer das Trophy-Konzept mit diesem Sport kollidiert leider. Drei mal im Jahr an einem Sommerwochenende Treffen und hoffen das es Wind hat ist schon ein ziemliches Glücksspiel, das mag für Race evtl. funktionieren, nicht aber Freestyle. Dieses Jahr sind wir bei den Herren nur eine einzige Singleelimination gefahren und keine einzige Double. Natürlich schwindet dabei auch die Aussagekraft und Glaubwürdigkeit des Rankings.

Boost: Manchmal sieht man dich mit Wakeboard-Bindungen, mal Strapless in den Wellen Südafrikas. Bist du eher souliger Surfer oder Hardcore Wakestyler?

 

Tobi: Die Frage kann ich gar nicht so klar beantworten. Der Sport liegt mir am Herzen  und so auch die Wurzeln. Die Mutter aller Wasserbrettsportarten ist nun mal das surfen und so hat es für mich ein gewissen spirituellen Wert bei Sonnenuntergang in den Wellen zu toben. Ich sehe das jedoch eher als Ausgleich zu einem sonst sehr wakestyle betonten Fahren. Was meine Einstellung zum Wakestyle betrifft bin ich jedoch radikal und für keine Dangleien offen :P

 

Boost: Neue Marke, neues Material. Welche Kite und Boards bist du diese Saison gefahren, und warum?

 

Tobi: Für mich als Wakestyler kam nur ein Board in Frage und das war Custom, ich fahre es mit Bindungen wofür es gebaut wurde in 136cm Länge.

Es bietet mir zum einen die Möglichkeit Bindungen sämtlicher Hersteller direkt aufs Brett zu schrauben ohne irgenwelchen zusätzlichen Hilfen wie das mega teure Retrofit kid von LF, zum anderen hat es eine sehr aufgebogene Rockerline die zugegeben ungeeignet zum Höhefahren ist, dir im leichten Chop aber wesentlich sanfteres Landen und Fahren ermöglich und für popouts außerdem sehr gut geeignet ist. Die Channels im Unterewasserschiff lassen dieses Board auch perfekt ohne Finnen fahren, was für das Befahren von Obstacles nötig ist.

Als Waveboard bin ich mit dem S-Quad sehr zufrieden gewesen, gerade wenn man mit mehr wind unterwegs ist, geben einem die 4 Finnen echten Halt ohne spinnouts.

Meine Kites waren in der vergangenen Saison die Switchblades und sind es auch die kommende wieder. Der Switchblade ist unheimlich kraftvoll und war anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig (komme von der Prima Donna) allerdings nur bei ausgehakten Manövern. Mittlerweile würde ich ihn nicht mehr hergeben und bin super zufrieden. Auch hinsichtlich der Bar hat Cabrinha mit der 2012er Quicklink IDS Bar einen echten Schritten nach vorne gemacht und ist nach meiner Meinung eine wirklich spürbare Verbesserung zu diesem Jahr.

 


Foto: Nik Weber

Boost: Was machst du, wenn du nicht auf dem Brett stehst? Kannst du vom Kiten leben? Studierst/arbeitest/… du nebenbei?

 

Tobi:Ich würde sagen, es ist auf jeden Fall einer der cooleren Studentenjobs. Dazu habe ich das Glück teilweise noch von meinen Eltern unterstützt zu werden.

Viele meiner Kommilitonen aus dem Maschinenbaustudium packen nebenbei Regale bei Aldi.

Das muss ich zum Glück nicht. Aber wer so viel kitet wie ich der brauch nicht nur ein Auto, der muss auch noch viel verreisen. Also fürs Leben reicht es definitiv nicht aus.

Im Ganzen gesehen schätze ich, ist es neben dem ganzen Spaß eine Null-rechnung, aber das ist Ok!

Boost: Im Frühjahr warst du mit deinem Buddy und Naish-Fahrer Rick Jensen in Südafrika unterwegs. Dabei kam ein cooles Video heraus. Wie kam es zu dem Trip, und was hat dich am meisten beeindruckt?

 

Tobi: Südafrika ist der Hammer, wer noch nicht da war muss es einfach erleben. Es ist einfach Bunt, Rau, brutal Schön, Ruchlos alles geballt auf diesen Fleck Erde und hat ganz nebenbei fast immer Wind im Sommer und überraschend angenehme Temperaturen, weder zu kalt noch zu warm.

Zu dem Trip kam es, weil Rick & ich zusammen studieren und so wollten wir unsere Semesterferien irgendwo im warmen kitend und produktiv verleben. Es stand von vornherein fest, dass ein Video entstehen würde, da mein neues Baby, eine HVX200 Videokamera zum Einsatz kommen sollte.

Während ich in Australien war hatte Rick schon mal für 2 Monate nach Südafrika geschaut.  Hinzu kam das Marie, eine Windsurferin und gemeinsame Freundin von uns, dort ein Haus angemietet hatte wo wir uns einquartieren konnten.

 

Boost: Der September ist einer der besten Monate für die Nord und Ostsee Reviere, aber bald wird’s kalt. Wo verbringst du die Wintermonate? Im Trockenanzug an der Küste oder in Flipflops im Süden?

 

Tobi: Ich bin ein Nichtfreund von Kälte. In der Vergangenheit bin ich zwar immer auch im Winter hier draußen gewesen, aber das ist ehrlich gesagt kein Spaß sondern eher Kampf. Ich überlege diesen Winter Richtung Asien etwas zu planen aber das wird spontan entschieden. Vielleicht wird es auch wieder Australien, ich denke aber dann würde ich die Ostküste entdecken wollen.

Foto: Biggi Winderling

Boost: Was sind deine Ziele für 2012?

 

Tobi: Ich denke ich werde meinen Schwerpunkt noch mehr auf Obstacles lenken, weil ich merke , dass da noch eine menge Luft nach oben ist.  Zudem machen sie einfach Spaß, bieten Grundlage für interessantes Bildmaterial und sind eine schöne Abwechslung wenn man schon keine Welle hat =]

Die Inverts werden aber sicher nicht aus dem Fokus geraten, und natürlich soll Videotechnisch noch einiges passieren. Da habe ich mir schon viel vorgenommen, werde aber noch nichts verraten.

 

 

Boost: Wir danken dir für das ausführliche Interview und sind gespannt auf die neue Footage!

 


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