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Interview mit Cabrinha Rider Tobi Hölter

Posted: September 17th, 2011 | Author: Felix | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

Foto: Michael Roßmeier

Tobias Hölter ist 23 Jahre alt, kommt aus der Nähe von Hamburg und hat nach 3 Jahren bei JN den Sprung ins internationale Team von Cabrinha geschafft. Im Boost Interview blickt er auf seine erste Season bei den Hawaiianern zurück und verrät uns wie er die kalte Jahreszeit übersteht.

 

Boost: Wie war deine erste Saison bei Cabrinha? Die Rider-Liste von Cabrinha liest sich ja wie ein Who-is-Who des Kitesurfens. Wie ist die Stimmung im Team? Hast du schon alle Rider kennengelernt?

 

Tobi: Sehr schön!! =]

Ich bin dieses Jahr viel Unterwegs gewesen und habe viel Zeit auf dem Wasser verbringen können. Cabrinha behandelt seine Teamfahrer sehr professionell. Bei einem Teammeeting in München, schafften wir es im Frühling, diesen Jahres alle Zusammen zu kommen um über die bevorstehende Saison zu quatschen.

Die Stimmung im Team ist super unter den deutschen Fahrern, wie auch bei den Internationalen. Gerade vor letztes Wochenende war ich mit Alberto Rondina auf SUP Mission und wir hatten ne wirklich gute Zeit zusammen.

 

Boost: 2011 war deine vierte Saison in der Trophy. Was hat dich gefreut, was würdest du im Nachhinein anders machen?

 

Tobi: Da hat jemand gut recherchiert ;]

Ja die Trophy, da spalten sie sich die Geister. Also ganz vorne an Hut ab was Pascal und der Rest der Orgatruppe da jedes Jahr auf die Beine stellt.

Die Trophy war für mich schon von je her interessant. Zu vielen Leuten auch wenn man sie gerne mag hat man leider nicht immer Kontakt und so ist es auch unter vielen Teilnehmern der Tour. Von den Meisten hört und sieht man nicht viel außer vielleicht im Internet

Zu drei Terminen im Jahr kann man aber sicher sein diese Leute dort anzutreffen und mal wieder mit ihnen schnacken zu können, das ist wirklich sehr nett.

Vom sportlichen Ablauf her ist es leider wie schon immer das Trophy-Konzept mit diesem Sport kollidiert leider. Drei mal im Jahr an einem Sommerwochenende Treffen und hoffen das es Wind hat ist schon ein ziemliches Glücksspiel, das mag für Race evtl. funktionieren, nicht aber Freestyle. Dieses Jahr sind wir bei den Herren nur eine einzige Singleelimination gefahren und keine einzige Double. Natürlich schwindet dabei auch die Aussagekraft und Glaubwürdigkeit des Rankings.

Boost: Manchmal sieht man dich mit Wakeboard-Bindungen, mal Strapless in den Wellen Südafrikas. Bist du eher souliger Surfer oder Hardcore Wakestyler?

 

Tobi: Die Frage kann ich gar nicht so klar beantworten. Der Sport liegt mir am Herzen  und so auch die Wurzeln. Die Mutter aller Wasserbrettsportarten ist nun mal das surfen und so hat es für mich ein gewissen spirituellen Wert bei Sonnenuntergang in den Wellen zu toben. Ich sehe das jedoch eher als Ausgleich zu einem sonst sehr wakestyle betonten Fahren. Was meine Einstellung zum Wakestyle betrifft bin ich jedoch radikal und für keine Dangleien offen :P

 

Boost: Neue Marke, neues Material. Welche Kite und Boards bist du diese Saison gefahren, und warum?

 

Tobi: Für mich als Wakestyler kam nur ein Board in Frage und das war Custom, ich fahre es mit Bindungen wofür es gebaut wurde in 136cm Länge.

Es bietet mir zum einen die Möglichkeit Bindungen sämtlicher Hersteller direkt aufs Brett zu schrauben ohne irgenwelchen zusätzlichen Hilfen wie das mega teure Retrofit kid von LF, zum anderen hat es eine sehr aufgebogene Rockerline die zugegeben ungeeignet zum Höhefahren ist, dir im leichten Chop aber wesentlich sanfteres Landen und Fahren ermöglich und für popouts außerdem sehr gut geeignet ist. Die Channels im Unterewasserschiff lassen dieses Board auch perfekt ohne Finnen fahren, was für das Befahren von Obstacles nötig ist.

Als Waveboard bin ich mit dem S-Quad sehr zufrieden gewesen, gerade wenn man mit mehr wind unterwegs ist, geben einem die 4 Finnen echten Halt ohne spinnouts.

Meine Kites waren in der vergangenen Saison die Switchblades und sind es auch die kommende wieder. Der Switchblade ist unheimlich kraftvoll und war anfänglich etwas gewöhnungsbedürftig (komme von der Prima Donna) allerdings nur bei ausgehakten Manövern. Mittlerweile würde ich ihn nicht mehr hergeben und bin super zufrieden. Auch hinsichtlich der Bar hat Cabrinha mit der 2012er Quicklink IDS Bar einen echten Schritten nach vorne gemacht und ist nach meiner Meinung eine wirklich spürbare Verbesserung zu diesem Jahr.

 


Foto: Nik Weber

Boost: Was machst du, wenn du nicht auf dem Brett stehst? Kannst du vom Kiten leben? Studierst/arbeitest/… du nebenbei?

 

Tobi:Ich würde sagen, es ist auf jeden Fall einer der cooleren Studentenjobs. Dazu habe ich das Glück teilweise noch von meinen Eltern unterstützt zu werden.

Viele meiner Kommilitonen aus dem Maschinenbaustudium packen nebenbei Regale bei Aldi.

Das muss ich zum Glück nicht. Aber wer so viel kitet wie ich der brauch nicht nur ein Auto, der muss auch noch viel verreisen. Also fürs Leben reicht es definitiv nicht aus.

Im Ganzen gesehen schätze ich, ist es neben dem ganzen Spaß eine Null-rechnung, aber das ist Ok!

Boost: Im Frühjahr warst du mit deinem Buddy und Naish-Fahrer Rick Jensen in Südafrika unterwegs. Dabei kam ein cooles Video heraus. Wie kam es zu dem Trip, und was hat dich am meisten beeindruckt?

 

Tobi: Südafrika ist der Hammer, wer noch nicht da war muss es einfach erleben. Es ist einfach Bunt, Rau, brutal Schön, Ruchlos alles geballt auf diesen Fleck Erde und hat ganz nebenbei fast immer Wind im Sommer und überraschend angenehme Temperaturen, weder zu kalt noch zu warm.

Zu dem Trip kam es, weil Rick & ich zusammen studieren und so wollten wir unsere Semesterferien irgendwo im warmen kitend und produktiv verleben. Es stand von vornherein fest, dass ein Video entstehen würde, da mein neues Baby, eine HVX200 Videokamera zum Einsatz kommen sollte.

Während ich in Australien war hatte Rick schon mal für 2 Monate nach Südafrika geschaut.  Hinzu kam das Marie, eine Windsurferin und gemeinsame Freundin von uns, dort ein Haus angemietet hatte wo wir uns einquartieren konnten.

 

Boost: Der September ist einer der besten Monate für die Nord und Ostsee Reviere, aber bald wird’s kalt. Wo verbringst du die Wintermonate? Im Trockenanzug an der Küste oder in Flipflops im Süden?

 

Tobi: Ich bin ein Nichtfreund von Kälte. In der Vergangenheit bin ich zwar immer auch im Winter hier draußen gewesen, aber das ist ehrlich gesagt kein Spaß sondern eher Kampf. Ich überlege diesen Winter Richtung Asien etwas zu planen aber das wird spontan entschieden. Vielleicht wird es auch wieder Australien, ich denke aber dann würde ich die Ostküste entdecken wollen.

Foto: Biggi Winderling

Boost: Was sind deine Ziele für 2012?

 

Tobi: Ich denke ich werde meinen Schwerpunkt noch mehr auf Obstacles lenken, weil ich merke , dass da noch eine menge Luft nach oben ist.  Zudem machen sie einfach Spaß, bieten Grundlage für interessantes Bildmaterial und sind eine schöne Abwechslung wenn man schon keine Welle hat =]

Die Inverts werden aber sicher nicht aus dem Fokus geraten, und natürlich soll Videotechnisch noch einiges passieren. Da habe ich mir schon viel vorgenommen, werde aber noch nichts verraten.

 

 

Boost: Wir danken dir für das ausführliche Interview und sind gespannt auf die neue Footage!

 

Das Boost-Kiteboarding Team wird größer!

Posted: Januar 31st, 2011 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

Und unser Boost-Kiteboarding Team bekommt abermals Zuwachs. In diesem Artikel stellen wir unseren neuen Teamrider und Autor Konstantin Zirwick vor. Konstantin lebt seit Jahren direkt in Sankt Peter-Ording und wie das nun mal so ist, wenn man den Spot direkt vor der Tür hat, verbringt er jede freie Minute auf dem Wasser. Mit seinem alten Ford Nugget ist er bei jedem Kite-Event dabei und wird euch ab sofort auch hier davon berichten. Als Alternative zum Kiten geht er in die Schule und ist aktiv in der DLRG dabei.

Hey Konstantin, wie lange bist du schon am Kiten und wie ist es zu einem Teil deines Lebens geworden?

2006 habe ich meinen Kitesurfkurs an der Surfakademie in Sankt Peter- Ording gemacht und seit dem bin ich süchtig nach diesem Sport. Jede Session ist anders und man stößt immer wieder an seine Grenzen und baut diese aus. Doch besonders erwähnenswert ist, dass man einfach vom Alltagsstress abschalten kann – auf dem Wasser gibt es keinen Stress und keine Hektik. Ich würde nicht sagen, dass Kiten nur ein Teil meines Lebens ist. Es ist vielmehr eine Lebenseinstellung…

Was ist dir besonders wichtig beim Kitesurfen?

Im Vordergrund steht bei mir eindeutig der Spaß und das sieht man auch in meinem Stil. Ich versteife mich nicht ausschließlich auf Wakstyle, weil das Judges beeindruckt und ich im Wettkampf so mehr Punkte bekomme, sondern stehe auf Old-School, Waveriding und bin auch immer für einen Downwinder oder ein Race zu haben. Aber die richtige Stimmung am Strand sollte man auch nicht außer Acht lassen. Es gibt nichts Besseres als eine gepflegte Beachparty und ein kühles Bier, um den perfekten Kitetag abzurunden.

Da bist du bei Boost genau richtig! Wie geht es jetzt bei dir weiter? Gibt es schon Pläne für die kommende Saison 2011?

Ich geh im allgemeinen das neue Jahr sehr entspannt an. Ich habe schon eine ungefähre Vorstellung, so bin ich im April wieder in Ägypten zum Kiten und im Sommer werde ich auf Fehmarn als Kitesurflehrer arbeiten, aber ich lasse mir mit Absicht genügend Freiraum in der Planung, denn spontane Aktionen sind meistens die Besseren. Ein wichtiges Ereignis wird auch dieses Jahr wieder der PKRA Worldtourstop in Sankt Peter- Ording sein. Von weiteren Abenteuern um und mit dem Boost-Kiteboarding Team werdet ihr hier auf dem Laufenden gehalten.

Und der Klassiker in den Interviews: Was würdest du mit auf eine einsame Insel nehmen?

Mein gepacktes Boardbag und ne Flasche Havanna Club

Souveräne Antwort! Also Konstantin, herzlich Willkommen im Boost-Kiteboarding Team! Wir wünschen dir viele geniale Kitesurfsessions und ein erfolgreiches Jahr 2011!

PKRA-Weltmeister 2010 im Interview: Andy Yates

Posted: Januar 21st, 2011 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

Andy Yates (Slingshot) wurde Ende letzten Jahres Freestyle Weltmeister der PKRA World Tour. Der sympathische Australier gewann den Titel schon im vorletzten Event in Neu Kaledonien. Wir haben ihn für dich befragt und heraus gefunden, wie sich ein amtierender Weltmeister im Kitesurfen so fühlt. Hier das volle Interview in Andys Muttersprache:

Hey Andy, it’s been nearly half a year since we interviewed you the last time. One of our questions was, if you could imagine to become World Champion 2010. You answered with „Of course!!“. Now we see, that you’re a man who makes that sentence real! Congrats for your victory and becoming the new Freestyle Champ of the PKRA. We would like to do another interview to show your fans in Germany what’s going on now.

Yeww

So now you’re the new Champ! How does it feel like?

This has been my goal for a long time now and I’m SO STOKED!! It’s going to take some time getting used to that’s for sure. This year has been an amazing year for me. I said right at the start of the year that I’d like to finish in the top 3 overall, but to have already been guaranteed World Champion before the last event on the Gold Coast is something I never imagined. It’s been my dream for a long time now. I’ve put in so much effort for it, and it’s all I have been thinking about. This is certainly something that I will remember for my whole life!!

What do you think about the season 2010. Are you fine with every part of it?

I look back over the season as a dream year for me. Everything went my way. When I needed the heats, I had them J. There are so many things that I look back on as awesome moments, but the best moment was when I was announced as the winner of the New Caledonian event and therefore the 2010 World Champion. That was amazing!! And yes, I am so stoked with every part of the year. I’m World Champion, can’t get much better than that :).

The last tourstop was on your home turf in Australia. We saw that the weather was not typical and the wind didn’t show up that much. What is your impression of that event?

It was awesome for me that the event came to my home. The spot on the Gold Coast is amazing and it’s just a few hours drive south of my house. For the event, there wasn’t the best wind, but we did manage to finish the single eliminations. It wasn’t all about the event itself for me. It was mainly about sharing it with all my friends and family. When I’m overseas I don’t always have the support, so to have everyone there was something I’ll never forget, and this was more important to me than the conditions at an event. Conditions aside, the event was amazing. The organisers did a great job. Gold Coast is the perfect location for an event and I think all the riders were stoked on everything: wind, waves and the night life in Goldy.

We hope to see more of your sick riding in the following season. Are you going on tour to defend the title and maybe get your second one?

Thanks dude!! Yeah for sure I’ll be back this year to defend my title. And YES, I’m going for multiple world titles!! Can’t stop at one ;).

Where will you go to train now and prepare for the next season?

I’ve been home since the last event on the Gold Coast. It’s been so awesome being home and chilling with my family and friends. We have had good winds here, although it has been raining a lot. Brisbane had the worst floods in 30 years or something but apart from that, it’s been great. The first event for 2011 will most likely be in Thailand, so I’m going to train up for that and be ready to bust there!!

The level seems to increase a lot at the moment. The tricks are the same, but everybody is going to do the tricks full powered and with many grabs to get as much style as possible. What is your riding increasing to?

I think the riding is insane at the moment. There are so many good riders on the tour with their own individual styles. But personally, I’m just trying to make all my tricks powerful with my own individual style. And if the conditions are good, I try to do lots of grabs too. My riding changed a bit throughout 2010 but I am so happy how it finished off. I had some of my best event towards the end of the tour season, and I was stoked to finish happy with my riding. This is just as important to me as winning.

The new schedule for the 2011 tour isn’t available now, but the event in Germany is announced for the end of august. Looks like light winds and warm weather, but as the past shows, you never know. We wish you all the best and look forward to see you riding and talk to you here.

Sounds great man and thanks for the interview, and for your support. Really appreciate it :)

Interviewserie 2010: Tim Kummerfeld

Posted: August 24th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | 2 Comments »

Tim Kummerfeld gehört in Deutschland zu den Top-Kitern. Wir haben ihn nicht nur deshalb für dich interviewt. Tim hat vor einem Jahr das Abitur bestanden und studiert nun in Flensburg. Im letzten Winter war er in Australien unterwegs, um Land, Leute und neue Tricks kennen zu lernen. Tim fährt für O’Neill Wetsuits. Da auch wir besonders von diesen Neoprenanzügen überzeugt sind, haben wir ihn diesbezüglich natürlich auch mal befragt.

Moin Tim! Cool, dass du Zeit und Lust für ein paar Fragen hast. Wie lange kitest du denn schon ?

Ich hab 2003 mit 13 Jahren angefangen.

Wie bist du dazu gekommen, bzw. was gefällt dir an dieser Sportart so besonders gut ?

Schon vorher war ich mit meinen Eltern immer Windsurfen. 2002 hat mein Vater dann mit dem Kiten begonnen. Ich wollte auch unbedingt, aber durfte dann erst als ich mit 13 etwas schwerer war. Damals war das Material ja auch noch bei weitem nicht so ausgereift. Mein Ziel war mir von Anfang an klar: Ich wollte springen! Wer will nicht ein bisschen fliegen können?!

Als “Hamburger Jung” hast du die Qual der Wahl, welche sind deine Lieblingsspots in Deutschland und warum ?

Mein Lieblingsspot in Deutschland ist eindeutig St. Peter-Ording. Genial ist St. Peter-Süd bei Hochwasser und Wind aus Südwest, dann hat man hinter der Landzunge spiegelglattes Wasser. Bei NW ist Ording auch Top, die Kickerwellen machen dann echt Spaß. Doch mittlerweile studiere ich in Flensburg und gehe deshalb am häufigsten in der Förde aufs Wasser. An den Wochenenden verschlägt es mich trotzdem immer nach Spo!

Auch in diesem Jahr fährst du Wettkämpfe mit, wie bist du bisher mit dem Verlauf in diesem Jahr zufrieden ?

Die drei Tourstopps der Kitesurftrophy sind jetzt vorbei und ich bin auf dem vierten Platz gelandet. Wind war dieses Jahr allerdings leider nur in Büsum so wirklich. Dort bin ich bei den Herren auch zum ersten Mal dritter geworden. Ich hoffe wir haben nächstes Jahr mehr Glück mit dem Wind, damit das Ergebnis repräsentativer wird. Ich bin dieses Jahr schon sehr zufrieden, da ich meine Leistung auch beim Contest abrufen konnte.

Das Abitur ist jetzt vorbei, welche sind die nächsten Schritte und Ziele in sportlicher und beruflicher Hinsicht ?

Mein Abitur habe ich 2009 gemacht. Zum Bund musste ich allerdings nicht, da ich ausgemustert wurde. Das Jahr, welches mir mein Kreuzbandriss in 2007 gestohlen hat, wurde mir somit in der Musterung wieder zurück gegeben. Ich habe aber nicht lange gefaulenzt sondern gleich im September ’09 mein Studium „Energie- und Umweltmanagement“ an der Fh-Flensburg begonnen. In den Semesterferien habe ich jetzt auch noch genug Zeit zum Kiten, und auch während des Studiums komme ich regelmäßig aufs Wasser.

Gibt es im Kitesurfen bezogen auf den Wettkampf besondere Ziele, auch eventuell auf internationaler Ebene ?

Mein Ziel ist nächstes Jahr in den Top 3 der Kitesurf-Trophy mitzufahren. Dafür wird jetzt hart trainiert! Außerdem werde ich ein paar Stopps der Europäischen Kitetour sowie 1-2 Worldcups mitfahren.

Welche Sportarten betreibst du sonst noch ausser kiten und was sind deine Hobbys, wenn du nicht gerade über das Wasser jagst ?

Schon seitdem ich fünf Jahre alt bin mache ich Taekwondo. 2005 habe ich auch viele Turniere mitgekämpft und bin deutscher Vizemeister geworden. Mittlerweile gebe ich selbst am Sportzentrum der Uni Flensburg Taekwondo Training.

Gibt es aufgrund deines Kampfsportes vorteile fürs Kitesurfen ? Immerhin Klitschko kitet ja auch :-) !

Ich denke schon! Beim Taekwondo lernt man sehr stark Koordination, außerdem wird Kraft und Schnelligkeit geschult. Man hat ein besseres Körpergefühl und das macht sich dann auch beim Lernen von Tricks, sowie bei deren Ausführung bemerkbar.

Du fährst ausser Core Kites auch Boards von Carved Kiteboarding ? Was gefallt dir besonders daran ?

Die Carved Boards sind ungelogen die besten Boards, die ich jemals gefahren bin. Wenn man sich ein Custom anfertigen lässt, hat man den Vorteil, dass man ein Board bekommt, das genau auf das eigene Fahrkönnen, Gewicht und den Homespot abgestimmt ist. Das schlichte Design, welches vor allem durch die Verarbeitungsqualität besticht, gefällt mir auch wesentlich besser, als irgendeine bunte Folie. Außerdem habe ich noch kein Carved Board gebrochen, die sind wirklich super stabil, aber dennoch extrem leicht.

Wir selbst fahren seit Jahren Neopren von O’Neill. Du bist Teamrider von O’Neill, was findest du an den Neoprenanzügen im Unterschied zu den anderen besonders gut ?

O’Neill Neos sitzen wie eine zweite Haut! Die Nahtführung ist zum Beispiel auch so gewählt , dass man maximale Bewegungsfreiheit hat. Ich selbst fahre zum Beispiel im Winter den Psychofreak in 4.5/3.5 . Er ist durch die Luftwaben im Neopren extrem warm, aber bietet den Tragekomfort eines 4/3 er Neoprens. Die O’Neill Neos sind von der Halsmanschette bis zum Beinabschluss durchdacht, und das merkt man jedes mal auf dem Wasser erneut.

Interviewserie 2010: Andy Yates

Posted: August 13th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

In unserer Interviewserie in diesem Sommer hatten wir nun schon Stefan Permien und Christian “Bibi” Passenegg. Jetzt wenden wir uns einem sehr interessanten Fahrer der PKRA zu. Andy Yates ist geborener Australier und mischt zur Zeit mächtig im Worldcup mit. Der 20 jährige wurde beim Event in St. Peter-Ording zweiter und den letzten Tourstop auf Fuerteventura gewann er sogar. Wir haben ihn interviewt und dir nun viel Spaß beim Lesen:

How long have you been kitesurfing ?

I started in October 2005, so almost 5 years now.

Since when are you participating at the international competitions ?

I had my first event in Cabarete, Dominican Republic in 2008. I placed 9th there, so I was pretty stoked.

This was your second worldcup in Germany, did you enjoy it ?

I competed last year in St. Peter-Ording and placed 4th, it was my best result last year. This year I was hoping to better it, and I did. I was so happy with my 2nd place finish this time.

What was special about the german spots, conditions and peoples ?

I think the conditions in Germany suit me. The wind is really onshore most of the time and perfect for my 11 metre and 13 metre kites. The water is flat in between the waves which I like. The people in Germany are also very friendly. Everyone there gets so excited about kiteboarding which is awesome for the sport.

You bet the worldchampion Kevin Langeree and the number two in the world Youri Zoon and finished it with place number two at the biggest stop in the world !  How do you feel after this ?

Amazing. It’s so good to get a result like this at any event, but it is especially good to get it at an event like Germany. I’m really happy. I put up a good show for the crowds there and beat the top guys again.

Right now you are the australian champion. Name us your goals of your sporty career?

Right now I’m putting all my energy into becoming the World Champion. It was my goal to win my national title, and when I achieved this in 2008, I immediately wanted to become World Champion!!

Do you think you have chances to become the woldchampion 2010?

Of course!! The best chance of anyone now!!

You won the stopp in Fuerteventura, the way to the titel is not so far away ? What do you think about the season 2010 ?

Yeah so now I’m in the best position to win the 2010 World Title. So I’m just going to keep on doing what I’ve been doing so far this year and the title will be mine. I’m going for it!!

Kevin has injured himself at Fuerteventura, the risk for this is getting higher in kiteboarding, what do think about this ?

It’s so sad that Kevin got injured. He’s an awesome guy and a great competitor. I hope that he gets back to competing as soon as possible. There is always a risk of injury in extreme sports. I’m not really worried about it but, I’m a lucky person so I’ll be right.

Your tricks are really fast and technical. So what are you going to improve in the future ?

Thank you. I’m just trying to make everything look good and powerful in every wind conditions. I want to be able to perform at my best at every spot in the world. So I’m working on getting all my tricks consistent in every type of conditions.

How are the conditions in Queansland?

The best in the world ;). I live on an open beach break with waves, and have two amazing flat water river mouths within 15 minutes drive of my house. One of my local spots is seriously the best in the world. It’s just that no one knows about it yet.

We heard some scary storys about few sharks in Queansland. Is it really scary there ?

Some places are bad but even still, you have the smallest ever chance of even seeing a shark, let alone getting attacked by one. It’s all good!!

What do you love most at your great home country Australia ?

My family and friends. There is nothing better than being at home, and going kiting at my local spots with friends!! My family especially have made my dream of being World Champion possible.

What are your plans outside of kitesurfing ?

I am studying at university, so I travel with all my study text books. It’s pretty hard to study when I’m competing, but I always make some time for it. I also surf heaps when I’m home, and SUP when there is no surf and no wind. So everyday I can be in the water, which I love.

When will you come back to Europe ?

We’ll see, but after this trip, there are no more 2010 PKRA events in Europe. I did hear of some competitions in Spain, so I might be back soon!!

Which companys/brands do support you ?

SLINGSHOT, SolRX Sunscreen, Mystic, Suncoast Cable

What’s about the new kites of Slingshot ? Which kite is your favorite and why ?

I’ve tried the kites from Slingshot, they are all AMAZING, but for me, the Fuel works the best. It’s stable and does exactly what I want it to. I couldn’t ask for more in a kite.

Thank you Andy for the time you spend for us. We wish all the best for you and go for it!

Thanks dude, talk soon!! Thanks for your support.

Interviewserie 2010: Stefan Permien

Posted: August 6th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | No Comments »

Die Contestsaison ist zumindest in unseren Kreisen bald zu Ende. Wir haben unseren Teamrider Stefan Permien interviewt. Er plaudert über die bisherige Saison aber auch über seine Pläne für den kommenden Winter.

Hi Stefan, es ist kurz nach dem PKRA Worldcup in St. Peter-Ording. Wie bist du bisher mit diesem Jahr zufrieden ?

Naja, der Start dieses Jahr war ziemlich mies. Bei der KST in Dahme bin ich nur 5ter geworden und das auch nur, weil kein Wind in meinem Heat war und ich noch nicht mal fahren konnte. Normalerweise wird sowas auch abgebrochen …
Inzwischen habe ich mich gefangen und bin auf Platz drei bei der Euro-Tour, ebenso auf Platz drei in der deutschen Rangliste und bei der PKRA Germany bin ich 9ter im Freestyle geworden. In der Disziplin BigAir bin ich sogar 4ter geworden! Ein super Ergebnis.

Wie hat dir der PKRA Worldcup gefallen, auch unter dem Aspekt, dass noch nie so viele Leute auf einer Kiteveranstaltung waren ?

PKRA Germany war echt megafett! Es war das größte Kiteevent der Welt, bisher. Es wird schwer das nächstes Jahr nochmal zu toppen. Ich hoffe die ganzen Menschenmassen haben sich auch ein bisschen das Kitesurfen angeguckt – Gefallen daran gefunden und sind nicht nur wegen Jan Delay gekommen. Schließlich ist es ein Kitesurf-Worldcup und nicht nur ein Konzert.

Mit dem 9 Platz warst du zusammen mit Mario Rodwald der erfolgreichste Deutsche. Beim BIG Air sogar Nummer 4, herzlichen Glückwunsch.

DANKESCHÖN! An dieser Stelle kann ich ja nochmal schnell allen meinen Sponsoren danken; Kitefactory, Two.AG, Zhermack, VW-Nutzfahrzeugzentrum-Kiel, NPX, Söoruz, Triggernaut, Nutcase und natürlich Boost-Kiteboarding.

Du konntest bisher sowohl bei der KTE und der Kitesurftrophy einen guten Schnitt fahren, sind noch Stops der KPWT geplant ?

Im Moment sieht die Regelung der IKA vor, dass man keine KPWT-Events mitfahren darf, ansonsten werden die Fahrer für die PKRA, KTE und KST gesperrt. Dieses Risiko möchte ich nicht eingehen, deshalb fahre ich keine KPWT-Stops mit. Die meisten Fahrer verfahren genauso und deshalb nehmen auch keine „großen Namen“ mehr an der KPWT teil.

Welche Veranstaltungen stehen noch dieses Jahr auf deinem Zettel ?

Es geht Mitte August nach Fehmarn zum Finale der Kitesurf-Trophy, dort möchte ich nochmal angreifen und auf die vordersten Plätze kommen. Danach geht es dann Ende August nach Polen zur Kitesurf-Tour-Europe, um dort meinen dritten Platz zu verteidigen und evtl. noch weiter nach oben zu kommen.

Die Trainingsvorraussetzungen waren dieses Jahr aufgrund der Windflaute bis Mitte Juli nicht so optimal, wie sind deine nächsten Ziele im Kitesport ?

Ich habe jetzt Semesterferien und deshalb an der Uni nur wenig zu tun. Ich möchte mich auf Video und Foto-Aufnahmen konzentrieren sowie auf meine letzten Contests. Ich werde auch ein bisschen rumreisen nach Dänemark, Holland oder so …

Wenn du nicht am Kiten bist, bist du in der Chemiehexenküche unterwegs. Was möchtest du nach deinem Studium gerne machen ?

Ich möchte später eine eigene Firma gründen und leiten. Bis dahin ist es noch ein weiter Weg mit vielen Hürden … Als erstes steht erstmal das Diplom an und danach möchte ich promovieren.

Gibts im Winter 2010 ein Ziel im Ausland zum trainieren ?

Ich habe noch keinen Plan, aber es gibt drei Ziele die ich definitiv in meinem Leben nochmal ansteuern möchte: Kapstadt, Australien und Brasilien. Eines der Ziele will ich diesen Winter ansteuern.

Technisch fährst du ja echt auf einem hohen Level ! Gibt es dennoch Tricks, die du verbesserst, bzw an denen du gerade arbeitest ?

Es gibt immer was zu verbessern. Ich versuche gerade mit besonders viel Power zu fahren und alle Tricks sowohl switch (schwache Seite), als auch regular ganz locker aussehen zu lassen. Dabei sollte der Schirm natürlich so niedrig wie möglich sein, allerdings sollte der Sprung auch möglichst hoch sein. Nur damit der Schirm tief ist, werde ich nicht nur 30 cm hochspringen.

Vielen Dank für das Sommerinterview !


Interviewserie 2010: Christian “Bibi” Passenegg

Posted: August 2nd, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Boost-News, Interviews, Kiteboarding | 1 Comment »

Im August dreht es sich bei uns um Interviews mit vielen bekannten Größen aus dem Kitebiz. Du erfährst mehr über die Pro-Rider, wie das Leben von ihnen ist, was ihre nächsten Ziele sind und was es Neues aus dem Sport gibt. Einer muss den Anfang machen, so ist es heute der 27 jährige Österreicher Christian “Bibi” Passenegg. Wir haben ihn in Brasilien kennengelernt und ihn nun um ein Interview gebeten. Er hat prompt geantwortet und so können wir es dir hier nun präsentieren. In den nächsten Tagen folgen weitere Interviews mit Stefan Permien, dem Australier Andy Yates und vielen mehr. Schau öfters mal rein und erfahre mehr!

Moin Bibi, vielen Dank das du Zeit fürs Interview hast! Wir haben uns letztes Jahr in Braslien kennengerlernt. Dort hattet ihr damals einen Film für Core und Carved gedreht. Es war viel Arbeit und viele Stunden die ihr dafür gerockt hattet. Wie lange bist Du schon Teamrider bei Core & Carved?

2006 hat das Ganze angefangen, zuerst als nationaler Teamfahrer und seit 2008 im International-Team, bei dem wir zur Zeit 5 Fahrer weltweit haben.

Du kommst eigentlich aus Österreich, welche Sportarten hast du vor dem Kitesurfen am liebsten gemacht?

Da wir die schönsten Berge besitzen :), hatte sich in meinem Leben immer alles um das Snowboarden gedreht, wo ich mit bereits 8 Jahren das shredden lernte. Von da an habe ich jede freie Minute mit Freunden auf Pisten oder im Backcountry verbracht habe. Irgendwann mit 20 oder so musste ich auch noch Skifahren lernen, da du als Ösi einfach beides können musst:)

Gehst du selbst noch regelmässig Snowboarden oder ist dir das einfach zu kalt ?

Es ist kalt, und wie! Dennoch, wenn ich im Winter zu Hause bin, kann ich mir es nicht nehmen, die besten Tage heraus zu picken und geile Shredsessions zu haben. Snowboarden ist nach wie vor Killer und als Local hier in den Bergen kennt man natürlich die besten Spots, um richtig Spass zu haben. Wenn ich es planen kann, dann verbringe ich am liebsten die Zeit von Mitte Februar bis Mitte März hier in den Alpen, denn da gibt es meistens jeden Tag fresh Powder….

Wie bist du zum Kitesport gekommen ?

Nach ein paar heftigen Slams im Snowboarden und eher langweiligen Sommermonaten in Österreich war es an der Zeit sich mal was für den Sommer auszudenken. Da beim Kitesurfen gerade Wakestyle richtig im kommen war, stach mir diese Sportart am Meisten ins Auge. Kurzerhand flog ich nach Egypten, wo ich einen Kurs belegte und mich die Power der Kites einfach überwältigte. Back home hatte ich mir dann eine komplette, gebrauchte Ausrüstung sehr günstig gekauft, was natürlich echt shitty war:) Meine Ersparnisse aufgelöst, habe ich mich für ein halbes Jahr in Brasilien einquartiert. Seit jeher ist es um mich geschehen und ich bin süchtig…….(Kiten, Reisen, Wind, Chicas….:)

In Österreich stelle ich mir Kiten aufgrund der Windbedingungen etwas schwieriger vor. Wo gehst du so trainieren ?

Ja, hier ist es echt schwierig! Du musst dich mit anderen Sportarten fit halten, denn Kiten geht hier nur am Neusiedlersee und der ist leider ca. 650 km von mir entfernt. Deswegen bin ich auch das ganze Jahr unterwegs, am liebsten trainiere ich in Brasilien. Man hat dort einfach die schnellsten Lernerfolge, weil die Bedingungen perfekt sind. Ansonsten in Venezuela auf Isla Margaritha und Coche, in der Dominikanischen Republik, generell Karibik, Afrika mit Mauritius, Rodrigues und Ägypten.

Du bist viel in der Weltgeschichte unterwegs, welche sind deine nächsten Ziele in den kommenden Monaten ?

Nach meiner Verletzungspause bin ich gerade am planen und konnte einige Ziele fest nageln. Jetzt geht es zuerst nach Mauritius für 1,5 Monate, dann steht Brasilien bis Ende dieses Jahres an. Wenn alles gut läuft, bin ich ab Anfang nächsten Jahres in Australien.

Was steht dort in der Regel so an ?
In Mauritius bin ich rein um zu trainieren. In Brasilien steht ein großes Shooting an, bei dem wir wieder mit professionellen Fotographen Kitesurfaction festhalten werden, um im nächsten Jahr möglichst viele Kitemagazine zu füllen. In Australien werde ich mit einem neuen Video beginnen, bei dem auf jeden keine Fussschlaufen zu sehen sind…

Cool auch Australian steht auf der Liste :-) ! Wir werden versuchen auch dort zu sein und vielleicht eine coole Bildersession in die Kamera zu bekommen, dafür bietet OZ auf jeden Fall traumhafte Spots. Ist das Thema Wettkampf für dich interessant ?

Hut ab vor den Jungs, die bei Competitions in teils extrem schwierigen Bedingungen alles geben und top performen. Für mich selber will ich keine Wettkämpfe fahren und meine Sponsoren verlangen es ebenso nicht. Somit bleibt mir viel mehr Zeit, um meine Sponsoren und mich selber mehr zu pushen, Material mit zu entwickeln und die Produkte zu vermarkten. Generell erreicht man mehr Bekanntheitsgrad mit Videos und Bildern in Magazinen, ganz abgesehen von den Partys, bei denen ich meinem Ruf immer wieder alle Ehre mache…..:)

Was sind deine persönlichen Träume oder Wünsche für die Zukunft, ausser dem Kitesport ?

Träume: Träumen tun nur die, die nicht machen, was sie träumen.
Wünsche: eine stylische Orangensaft Presse, die grossen Teile, die es in vielen Bars gibt……:)

Wir würden uns freuen, hier und da mal ein Update von Dir zu bekommen :-) !

Ich freue mich, euch auf dem Laufenden zu halten! Viel Erfolg und lasst es krachen!

BB