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Atlantiküberquerung Tag 145: Antillen

Posted: März 4th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Kiteboarding | Tags: , , | 2 Comments »

Jan & Klaas Atlantiküberquerung Tag 145

Vor einer Woche kam Marco in Saint Vincent an Bord, seit dem sind wir hier zu viert. Eigentlich war unser Plan, zu den kleinen Antillen weiter im Norden zu segeln. Da die Windvorhersage aber schlecht für die nördlichen Inseln aussah, sind wir dann wieder Richtung Grenadinen gesegelt. Von einer französischen Kite&Sail Crew hatten wir den Tipp bekommen, dass es auf der Südseite von Union Island einen Kitespot (Ashton) mit super Flachwasser gibt. Dort haben wir dann auch die nächsten Tage verbracht. Der Kitespot befindet sich hinter einer Landzunge die von Ashton Harbour zur Frigate Island reicht. Die Landzunge wurde vor einigen Jahren aufgeschüttet, um eine Sportboot Marina zu bauen, das Projekt wurde aber eingestellt und das Ambiente erinnert eher an einen Schrottplatz als an Karibikinsel. Dafür findet man aber immer eine Stelle an der der Wind offshore kommt und das Wasser dann spiegeglatt ist, ausserdem haben wir einen gekenterten Katamaran entdeckt, der einen ganz passablen Slider lieferte.
Wir sind jeden Morgen mit dem Sonnenaufgang aufgestanden, haben schnell ein wenig Cornflakes gegessen und waren dann so lange Kiteboarden bis uns die Arme weh taten. Zum Sonnenuntergang sind wir meistens ein zweites Mal rausgegangen. Die Karibik hat sich die letzte Woche als Leichtwind-Revier präsentiert, am meisten sind wir mit dem 13er und 11er Bandit III unterwegs.

Auf dem Weg Richtung Union Island ist uns leider beim Einlaufen in die Bucht unser Motor kaputt gegangen, seit dem sind wir nur noch mit Windkraft unterwegs. Das heisst für uns erstmal, dass wir Strom sparen müssen, da wir keinen zusätzlichen Generator an Bord haben und nur mit der Energie von unseren Sollarzelen auskommen müssen. Ausserdem ist das Navigieren zu den Ankerplätzen zwischen Korallenriffen hindurch ein spannendes Unterfangen.
Inzwischen sind wir wieder Richtung Norden unterwegs, zur Zeit sind wir auf Canouan, hier wollen wir heute Nachmittag in der Lagune auf der Ostseite der Insel kiten gehen.
Unser nächstes Ziel ist vorerst Martinique, da wir dorthin die Ersatzteile für unseren Motor liefern lassen. In 10 Tagen wollen wir schon auf Antigua sein, also bleibt uns nicht mehr viel Zeit für die anderen Antillen.


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Atlantiküberquerung, Tag 138: Mayreau

Posted: Februar 24th, 2010 | Author: admin | Filed under: Atlantiküberquerung, Kiteboarding, Reiseberichte, Videos | 4 Comments »

Wir haben die letzten Tage in Mayreau verbracht. Der Kitespot hier war für uns alle drei der bisher Beste in der Karibik! Auf der Luv-Seite der Insel gibt es kleine Wellen die sauber über ein flaches Riff laufen und auf der Lee-Seite gibt es Flachwasser vom Feinsten! Es war ein wenig schwierig Tricks mit links vorne zu machen, da der Platz zwischen den ganzen Charter-Katamaranen etwas eng war. Wir haben fast einen kompletten Nachmittag gefilmt und haben uns mit dem 11er F-One Bandit3 und 134cm F-One Acid abgewechselt.

Wir sind jetzt inzwischen, mit einem Zwischenstop in Bequia, auf St. Vincent angekommen. Hier ist heute Marco an Bord gekommen und wir haben auch gleich eine kleine Kitesession vor Young Island eingelegt. In den nächsten Tagen wollen wir weiter nach St. Lucia segeln.

Atlantiküberquerung, Tag 135: Tobago Cays

Posted: Februar 20th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News, Reiseberichte | Tags: , , , | No Comments »

Wir haben wieder Besuch! Axel ist auf Barbados zu uns gestoßen und wir sind unmittelbar in See gestochen. Barbados hatte sich die letzte Woche nochmal von seiner schönen Seite gezeigt. Vor allem die Nordostküste mit seinem dicken Swell, den langen Sandstränden und dem Urwald im Hintergrund hat es uns angetan. Aber als Axel dann da war haben wir neue Plätze entdecken. Deshalb darf er jetzt erzählen:

Nach meinen vier Stunden auf Barbados, drei davon auf den Bus wartend bzw. im Bus stehend, war ich auch gerne bereit, mit zwei Seglern neue Ufer zu entdecken, und so haben wir uns noch am gleichen Abend auf den Weg zu Union Island gemacht, eine der vielen paradiesischen Inseln von den Grenadines. Ich habe Klaas seiner Nachtwache abgelöst, und sofort die Sternschnuppen unter Wasser bewundert – fluoreszierendes Plankton rund um die Zest. Klaas hat es sich derweil in seiner Koje gemütlich gemacht und wurde kurz darauf von einem Schwall Wasser geweckt, das durch die Luke kam… ups. Dafür hat er ein paar Stunden später den dicksten Fisch der gesamten Reise an Land gezogen, einen 80cm langen Cero!

20 Studen später sind wir in Clifton angekommen, durch ein Atoll reingesegelt und haben kurz vor der Happy Island geankert. Die Insel „Happy Island“ macht ihrem Namen alle Ehre und wir haben dort ein Bier gezischt, ein leckeren Cocktail getrunken, und ein geniales Rezept für unseren Cero erhalten: In Weißwein mit Knoblauch angebruzelt war der Fisch eine echte Delikatesse.

Am nächsten Tag sind wir Richtung Tobago Cays aufgebrochen, ein Insel-Archipel, wo riesige Schildkröten in türkisblauem Wasser bei 30m Sicht chillen. Wir sind aber stattdessen lieber in selbigen Gewässern Kiten gegangen und haben in Badewannenwasser feinste Action in die Luft gezaubert, und einen Hindernis-Parcours aus Segelyachten bezwungen (meistens – ahem).


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Schnorcheln waren wir natürlich auch, eine 10m Riffkante lud förmlich dazu ein. Das haben wir dann auch gleich nochmal nachts wiederholt, leider sind uns aber, als wir an der Riffkante angekommen sind, die Batterien der Taschenlampe ausgegangen. Weder der sichelförmige Mond noch das fluoreszierende Plankton konnte dann die gefühlte Sicherheit des Lichtkegels ersetzen und wir sind wieder raus aus dem Wasser.
Am nächsten Tag sind wir Jack Sparrow auf seine Insel gefolgt (Petit Tabac). Das 20cm tiefe Riff war nicht der optimale Kitegrund, aber dazwischen hat man ein paar türkise Flecken und eine nette Kickerwelle für Tricks gefunden. Auf der Insel haben wir uns dann Kokosnüsse von den Palmen geholt und mit Korallen aufgehauen.

Auf der Suche nach neuen Kitespots haben wir dann Mayreau entdeckt, eine der größten Inseln hier. Die Insel hat eine Ankerlagune auf der windabgewandten Seite hat und den wohl bisher besten Kitespot 10m durch die Palmen auf der anderen Seite. Wir sind aber auf die Idee gekommen, auch in der Ankerlagune eine Kitesession einzulegen. Auf den in der ersten Reihe ankernden Katamaranen fanden sich schon bald die ganzen Crews ein und haben entweder aufgepasst, dass unsere Kites nicht in den Masten hängen bleiben, oder auch einfach das Spektakel genossen, denn Kite&Sail-Crews gibt es hier gar nicht so wenige. Die Bedingungen kamen direkt aus dem Labor, ein Fels hat den Wind noch etwas beschleunigt und der Sonnenuntergang hat dem ganzen noch einen drauf gesetzt.

Atlantiküberquerung, Tag 128: Silver Sands Barbados

Posted: Februar 11th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Reiseberichte | 1 Comment »

Nach den zwei Wochen auf dem Atlantik ist Barbados eine ganz schöne Reizüberflutung. Das Einklarieren hier auf der Insel ist relativ aufwändig, da man das Health-Office, Customs und Immigration Office abklappern muss, um drei Mal den gleichen Papierkram zu erledigen.

Gleich am zweiten Tag sind wir nach Silver Sands zum “deAction Beach” gefahren. Von Bridgetown aus lässt sich der Kitespot relativ einfach mit dem Minibus erreichen. Die Minibusse sind sehr günstig und man bekommt auch irgendwie sein Kitegepäck mit. Man muss es nur schaffen, alles auf seinem Schoß zu stapeln, da die Busse bis zum letzten Platz plus vier weitere besetzt werden.
Der “deAction Beach” ist der Homespot von Action Man Brian Talma, der hier sein Surfstation hat. Der Spot besteht aus einer großen Lagune, die durch ein vorgelagertes Riff geschützt ist. Auf dem Riff brechen saubere Wellen, die beim Surfen sehr gut zu kontrollieren sind. In der Lagune muss man sich ein ruhigeren Platz ohne allzuviel Verkehr suchen, aber dann kann man auch hier gute Freestylesessions haben. Wir haben hier zwei richtig coole Kitetage verbracht bei denen wir uns voll verausgabt haben.

Leider hatten wir in den letzten Woche nur zwei Tage, an denen wir ausreichend Wind hatten. Aber Barbados bietet noch vieles mehr: In der Bucht in welcher wir ankern, wurden für speziell für Taucher vier Schiffe versenkt. Wir haben die Wracks beim Schnorcheln erkundet. Die Schiffe liegen zwischen 2m und 20m Wassertiefe. Der Fischreichtum hier ist enorm, besonders im Inneren der Wracks findet man viele interessante Meeresbewohner und wir haben auch sogar haufenweise Wasserschildkröten gesehen.


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Barbados bekommt ziemlich viel Swell ab und hat ein paar richtig gute Wellenreitspots, einer davon ist bei uns direkt um die Ecke. Bevor wir den Spot gefunden hatten, haben wir versucht hier in der Ecke der Charlisle Bay zu surfen. Die Wellen waren aber nicht kraftvoll genug. Da wir mit dem Dingi (Beiboot) dort waren, sind wir dann kurzerhand mit dem Dingi surfen gegangen. Die ganze Aktion hat hat echt Spaß gebracht. Da unser Dingi von alleine nicht ins Gleiten kommt, braucht man die Welle und wenn man erstmal auf der Welle ist, dann kommt man auch so leicht nicht wieder runter! Mein Gemütszustand wechselte permanent zwischen totaler Begeisterung und Panik.

Hier noch ein paar Infos zu unserer Segelyacht “Zest”

Modell: Beneteau First 345
Baujahr: 1986
Länge: 10,55m
Breite: 3,5m
Tiefgang: 1,9m
Verdrängung: 6,4t
(Zuletzt am Kran gemessen)

Segelfläche: 64qm am Wind

Ein Archiv der besten Bildern der Atlantiküberquerung gibt es hier zu bewundern.

Atlantiküberquerung, Tag 121: Barbados

Posted: Februar 4th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News | 8 Comments »

Wir sind da! Nach genau 14 Tagen sind wir beide guter Stimmung in Barbados angekommen. Wir hatten auf der Überfahrt ziemlich leichten, aber konstanten Passatwind. Nur an einem Nachmittag hatten wir Flaute. Im Durchschnitt hatten wir ca. einen halben Knoten Mitstrom. Die Hitze hat uns ab und zu etwas zugesetzt, vor allem an den windärmeren Tagen konnten wir es nur im Schatten aushalten. Unterdeck hatten wir tagsüber Temperaturen von 32°C. Aber man gewöhnt sich auch daran.

Wir kamen beide schnell in einen Bordalltag, die Tage liefen eigentlich immer nach dem gleichen Muster ab. Wenn wir beide wach waren, meist so zwei Stunden nach Sonnenaufgang, wurde erst einmal ausgiebig gefrühstückt. Den Nachmittag über wurde viel gelesen, ab und zu sind wir baden gegangen und haben ein wenig Sport gemacht. Wir trauten uns nicht ohne Seil ins Wasser zu gehen, da man in der Dünung schnell jemand aus den Augen verlieren kann. Dazu gibt es ja auch noch die Geschichten über die freischwimmenden Haie… Das Mittagessen fiel wegen Hitze aus und abends wurde dann gut gekocht. Essen hatten wir reichlich dabei, da wir ordentlich Reserven mitgenommen haben. Auch aus den haltbaren Lebensmitteln ließen sich Festmahle zubereiten. Zum Beispiel Entenkeulen mit Sauerkraut und Bratkartoffeln.

Mit der untergehenden Sonne gab es dann einen Sundowner und dann haben wir häufig einen Film geguckt. Die Nachtwache haben wir in zwei Wachen a 4,5 Stunden aufgeteilt. Dank AIS sah man alle Schiffe schon sehr früh auf den Computer, manchmal auch nur dort. Obwohl der Atlantik ziemlich groß ist und wir nicht mit vielen Schiffen gerechnet haben, trafen wir in der ersten Woche auf drei Schiffe, die uns in unter einer Seemeile Abstand passierten haben. Wir nahmen eigentlich immer Funkkontakt auf und bekamen dann eine Wettervorhersage. Sonst wurden uns alle zwei Tage Wetterinformationen per Textnachricht über das Satellitentelefon zugeschickt. Danke an unseren Wetterrouter.

Probleme an Board gab es eigentlich kaum. Nur einmal hatten wir zum Aufstehen ein wenig Stress. Der Wind hatte über Nacht nachgelassen und wir wollten den Spinnaker setzen. Als wir ihn dann hochzogen, wickelte er sich sofort um die aufgerollte Genua und wollte sich auch nicht mehr davon lösen. Zum Glück war der Wind nicht zu stark, sodass wir uns mit dem Fall am Vorsegel hochziehen konnten und dann den Spi wieder entüdeln konnten. Jeder der mal auf den Mast bei einem schwankenden Boot geklettert ist, weiß was das für eine scheiß Arbeit ist. In der letzten Nacht hatten wir etwas mehr Wind und haben dann nochmal unseren Spibaum zersegelt. Er ist in der Hälfte abgeknickt und eingerissen, macht aber komischerweise immer noch seinen Dienst.

Die fliegenden Fische waren auch so eine Sache, sie sind am Tag schön anzusehen und mit eine der wenigen Tiere die man hier auf dem Ozean andauernd sieht. Nur nachts sind sie leider ziemlich blind, sodass wir jeden morgen die verendeten Fische vom Deck sammeln mussten. Einer hat es sogar durch den Niedergang bis vor den Kocher geschafft. Die Fenster haben wir dann nachts mit gemischten Gefühlen offen gehabt, ich kann mir schöneres vorstellen, als von einem fliegenden Fisch geweckt zu.

Atlantiküberquerung, Tag 105: Kap Verden

Posted: Januar 19th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News, Kiteboarding | 1 Comment »

Von Sal sind wir in einem Tagestörn die 25 Seemeilen nach Boavista gesegelt. Wir lagen erst im Hafen von Sal Rei vor Anker, haben dann aber nach einem kurzen Rundgang endlich vom aus Hafen einen perfekten Kitestrand entdeckt.

Der Strand liegt in Nord-Süd Richtung, sodass der Passat hier genau ablandig bläst. Die Insel “Ilheu de Sal Rei” sortiert den NW-Swell, sodass kleine Kickerwellen in die Bucht laufen. Ablandiger Wind plus die klar laufende Welle hat super Kitebedingungen geschaffen und wir haben eigentlich zwei Tage lang nur noch Flat 3s gübt. Mit unserem Dingi waren wir auch immer auf der sicheren Seite und wir konnten so auf die, von der Kitestation angebotene, Rescue verzichten.

Die Strände von Boavista sind im Vergleich zu Sal noch ziemlich leer, dafür ist Boavista aber auch teurer als Sal. Gerade die Preise für Lebensmittel sind weit über dem europäischen Niveau. Da wir unsere Vorräte von den Kanaren nicht ganz aufbrauchen wollten, sind wir jetzt weiter nach Mindelo auf Sao Vincente gesegelt. Das erste Mal seit drei Monaten sind wir wieder Richtung Norden gesegelt. Mindelo ist die zweitgrößte Stadt der Kapverden und hier konnten wir gut Vorräte einkaufen, Wasser tanken und letzte Vorbereitungen für die Atlantiküberquerung erledigen.

Heute Nachmittag soll es dann endlich losgehen. Wir denken, dass wir ca. zwei bis drei Wochen bis Barbados brauchen werden. Der Passat weht zur Zeit konstant und wir hoffen eine entspannte Überfahrt zu haben.

Atlantiküberquerung, Tag 100: Kap Verden

Posted: Januar 14th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News | No Comments »

Unsere bisher längste Atlantikpassage hat die Zest gut gemeistert und wir sind nach 5 Tagen auf der Insel Sal (Kapverdische Insel) angekommen. Während der Überfahrt blies der Passat konstant und wir konnten die gesamte Zeit mit achterlichen Winden segeln. In den ersten zwei Tagen mussten wir uns an das ständige Rollen des Schiffes gewöhnen. Die alltäglichen Arbeiten, wie Abwaschen oder Kochen, sind am Anfang nicht ganz einfach. Nach drei Tagen hatten wir dann alle unseren Rhythmus gefunden und das Segeln wurde immer entspannter. Wir wurden immer mal wieder von Delphinen begleitet und konnten fliegende Fische beobachten, die von der Zest aufgeschreckt das Weite suchten.

Am letzten Tag mussten wir noch einmal richtig Gas geben, um vor Sonnenuntergang den Ankerplatz auf Sal zu erreichen. Wir versuchten uns mit dem Spinnaker bei 25 Knoten Wind und konnten Mark, unserem australischen Freund, nochmal sportliches Segeln präsentieren. Zwischendurch ist noch eine angescheuerte Spischot gerissen, aber dennoch haben wir es dann auch tatsächlich geschafft 30 Minuten vor Sonnenuntergang den Anker fallen zu lassen.


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In Sal lagen wir die ersten Tage im „Hafen“ von Palmeira. Palmeira ist ein kleines Fischerdorf im Nordwesten der Insel. Er wird nur gelegentlich von Touristen besucht. Die meisten Menschen hier sind arm aber auch freundlich. Da alles importiert werden muss, sind Lebensmittel hier sehr teuer, nur Fisch und Reis sind erschwinglich. Wir haben zum Glück auf den Kanaren ordentlich eingekauft.

Am Tag nach der Ankunft haben wir einen Fahrer gefunden, der uns für 30 Euro den Tag über die Insel zeigte. Die Investition hat sich auf jeden Fall gelohnt und so waren wir 30 Minuten später am Kitebeach. Dieser Spot im Südosten der Insel hat bei Passatwind schräg auflandigen Wind und wird von einem Riff so abgeschirmt, dass man draußen 1-1,5 Meter Wellen hat, in denen man ein paar Turns ziehen kann. Innerhalb des Riffs findet man meist gute Freestyle-Bedingungen mit kleinen Kickerwellen vor. Wir haben die zwei Tage an diesem Spot echt genossen. Als wir wieder in Palmeira ankamen, waren unsere Ruder aus dem Schlauchboot verschwunden und wir mussten sie wieder zurück kaufen… Naja man lernt aus seinen Fehlern.

Wir sind dann weiter in den Süden der Insel gesegelt. Genauer gesagt in die Bucht von Santa Maria. Der Ort ist ein reiner Touristenort. In der Bucht von Santa Maria lagen wir sehr unruhig vor Anker, dafür konnten wir mit dem Schlauchboot direkt zum Spot fahren. Vor allem der kraftvolle Shorbreak im Westen der Bucht hat Spaß gebracht, auch wenn man nicht mehr als einen Turn in der Welle fahren konnte.

Mark ist gestern nach Hause geflogen und Jan und ich (Klaas) segeln weiter nach Boavista.