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Atlantiküberquerung Tag 181: Puerto Rico

Posted: April 12th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Reiseberichte | 1 Comment »

Zurzeit sind wir in San Juan auf Puerto Rico. Im westlichen Teil der Britischen Jungferninseln war es uns dann doch nach einer Woche zu teuer geworden. Klaas und Ich haben dann, mit der Fähre von West End aus, einen „Visa Waiver Trip“ zu den U.S. Inseln gemacht, um ein Visum für die USA zu bekommen. Man muss nämlich über einen kommerziellen Weg in die USA einreisen um ein Visum zu bekommen, wenn man erstmal das Visum hat darf man dann mit dem Segelboot einreisen. Bei diesem Trip mit der Fähre hatten wir Gelegenheit einen Eindruck vom Massentourismus auf den U.S. Jungferninseln zu bekommen, und uns dann entschieden die Inselkette auszulassen und gleich Richtung Puerto Rico zu segeln. Wir haben dann nochmal einen Stop auf Culebra eingelegt, die Insel liegt 15 Seemeilen östlich von Puerto Rico und gehört zu den spanischen Jungferninseln (unter Verwaltung der USA). Culebra hat uns allen sehr gut gefallen. In der Bucht von Almodovar gibt es einen wunderbar geschützten Ankerplatz mit einem erstklassigen Flachwasser-Kitespot gepaart. Klaas und Ich waren wieder mal mit dem 11er und 13er F.One Bandit3 auf dem Wasser. Am Tag zuvor hatten wir uns die Insel Culebrita angeguckt und sind auf den alten verlassenen Leuchtturm geklettert und haben das leerstehende Haus des Leuchtturmwärters unter die Lupe genommem.


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Dann sind wir weiter nach Fajardo auf Puerto Rico gesegelt, wo wir festgestellt haben dass in den USA ohne Auto gar nichts geht. Daraufhin haben wir uns für die nächsten Tage ein Auto gemietet und ein wenig die Insel erkundet. Einen Tag sind wir durch den „El Yungue“ Regenwald gewandert, um mal ein wenig Abwechslung zu dem ganzen Wasser zu bekommen… Der Regenwald hat uns allen sehr gut gefallen und zum Abschluss des Tages gab es noch eine Dusche unter einem Wasserfall. Jetzt sind die Mädels wieder nach Hause geflogen und wir sind wieder zu zweit an Bord. Wir haben hier auf Puerto Rico schon mal für unsere Rückreise Richtung Azoren eingekauft und noch fällige Arbeiten am Schiff erledigt.

Auf dem Weg von Fajardo nach San Juan haben wir einen kleinen Stop auf der Cayo Icacos gemacht, eigentlich wollten wir dort Kitesurfen, aber der Wind war dann so böig, dass wir in dem kristallklaren Wasser schnorcheln gegangen sind. Die Unterwasserwelt in den Naturschutzgebieten ist echt atemberaubend. In den nächsten Tagen wollen wir dann weiter Richtung Turks und Caicos Inseln segeln und von dort geht es dann weiter Richtung Heimat.

Atlantiküberquerung Tag 171: Saint Barthélemy

Posted: April 2nd, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Kiteboarding, Reiseberichte | 3 Comments »

Seit dem letzten Eintrag sind wir von Barbuda nach Saint Barthélemy gesegelt. Um möglichst viel von der Zeit auf Saint Barthélemy zu haben, sind wir die 60 Seemeilen über Nacht gesegelt. Sina und Sarah haben die erste Nacht auf See trotz gutem Wind und Seegang überstanden.

Saint Barthélemy ist schon seit Jahren die Insel des Jetset-Tourismus und dem entsprechend waren auch die Preise in den Cafés und Eisdielen. Dafür konnte man die Luxusyachten der Millionäre bewundern. In der Gegenwart von den riesigen Schiffen, die bis zu 115m lang waren, kommt einem eine 50 Feet (15m) Segelyacht, die mit zu den größten in der der Nord und Ostsee zählt, als kleines Schaluppe vor. Selbst die Beiboote der meisten Yachten waren wahrscheinlich teurer als die “Zest”.

Von Saint Barthélemy segelten wir dann zügig weiter nach St. Martin. Hier lagen wir erst in der Orientalbay. Die Orientalbay ist direkt neben dem Kitespot “Le Galion”. Klaas und ich waren mit dem 13er und 11er Bandit auf dem Wasser, hätten aber auch gut jeder eine Größe kleiner fahren können. Der Spot gehört absolut zu einem meiner Lieblingsspots in der Karibik. Die Bucht hat einen Teil mit spiegelglatten Flachwasser, der perfekt zum Üben von Tricks ist, und im Eingang der Bucht laufen saubere Wellen die man sich mit ein paar Wellenreitern teilen muss. Leider brechen die Wellen so, dass man sie downwind abreiten muss, aber in Kombination mit dem Freestylepart ist der Spot schwer zu toppen. Wir beide hatten eine Hammer-Session und packen erst wieder zusammen als es schon dunkel war. St. Martin hat uns auch sonst ganz gut gefallen, im Gegensatz zu Saint Barthélemy konnten wir hier für 5 US$ pro Person Essen gehen.


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Wir sind dann, wieder über Nacht, die 80 Seemeilen zu den Britischen Jungferninseln nach Virgin Gorda gesegelt. Hier in den Jungferninseln sind wirklich unglaublich viele Segler und Chatercrews unterwegs, im Gorda Sound lagen sicherlich 150 Yachten, aber sobald wir um die nächste Ecke gefahren sind haben wir auch wieder Buchten entdeckt, die wir für uns alleine hatten. Von dort sind wir dann weiter nach Jost van Dyke gesegelt. Jost van Dyke ist eine der kleineren Inseln der B.V.I., hier leben nur 100 Menschen, und im Osten der Insel gibt es zwischen kleine vorgelagerten Inseln unzählige Wellenreitspots. Als wir auf Jost van Dyke ankamen waren gerade 14kn SE-Wind, ich hab mir den 11er F-One Bandit 3 und das Naish 6er Fish geschnappt und gerade als ich die erste Welle bei sahne, sideoff Wind geschlitzt hatte ist der Wind dann schlagartig eingeschlafen und ich habe es dann nur gerade so geschafft den Kite nicht in die Felsen zu droppen. Zum Glück war Klaas mit dem Dinghy da und hat den Kite schnell aus dem Wasser gezogen.
Heute war leider wieder kein Wind, dafür waren Klaas und ich Wellenreiten. Die Bedingungen waren echt gut, und wir haben beide richtig gute Wellen erwischt, nur die Korallenriffe haben uns ein wenig Angst gemacht.

Atlantiküberquerung Tag 164: Wale vor Barbuda

Posted: März 24th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung | 2 Comments »


Um Axel ordentlich zu verabschieden und um Sina und Sarah an Bord zu begrüßen, sind wir ein letztes Mal alle zusammen auf Antigua in English Harbour feiern gegangen. Wir haben einige Rum-Kokosnüssen an Bord geholt und sind schließlich in einer Bar voller jungen Leuten und mit ausgezeichneter Live-Band gelandet. Am nächsten Morgen sind wir eine Bucht weiter gesegelt. Der Wind hat leider nicht mehr für eine Abschieds-Kitesession gereicht und wir waren stattdessen schwimmen und am Strand. Wir sind jeden Tag etwas weiter gesegelt und haben traumhafte Plätze gesehen. Sehr angetan waren wir alle von unserem Ankerplatz vor Green Island und besonders die gerade erst aus Deutschland angereisten Damen waren von den weißen Palmenstränden und türkisblauen Wasser jedes Mal aufs Neue völlig begeistert.

Sonntagabend haben Klaas, Jan und Marco vier Langusten gefangen – Marcos Abschiedsessen. Er ging am Montag wieder von Bord. Wegen knappen Vorräten mussten wir unbedingt einen Hafen mit Stadt anlaufen und so sind wir zur Hauptstadt St. Johns gesegelt, wo gerade drei riesen Luxusliner vor Anker lagen. Nach den einsamen Stränden war die Stadt nur heiß und anstrengend und wir haben uns alle gefreut, als es auf unserer vertrauen Yacht weiter nach Barbuda ging. Dort haben wir zwei Tage vor einem Postkarten-Panorama südöstlich der Insel geankert. Der Ankerplatz lag inmitten unzähliger Riffe, die Einfahrt zum Ankerplatz war deshalb schwierig, aber wir haben atemberaubende Eindrücke beim Schnorcheln. Zusätzlich konnten wir an einem Abend gleich sechs Glasaugenbarsche harpunieren und hatten ein fantastisches Abendbrot. Das Wasser war glasklar, wodurch wir zwei stattliche Rochen und einen riesigen Barracuda beobachten konnten, der bestimmt so war wie Sina und unter der Zest schwamm. Freitag gab es dann Wind und wir konnten mit dem 8er und 9er F.One Bandit3 aufs Wasser.


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Während der Fahrt auf die Westseite der Insel haben wir einen Wal mit seinem Kalb beobachtet und sind nur wenige Meter neben ihnen lang gesegelt, Wahnsinn! Uns hat der nächste einsame Strand erwartet und dank anhaltendem Wind gings wieder aufs Wasser, diesmal mit dem 11er F.One Bandit. Wir liegen jetzt vor einer riesen Lagune vor Codrington, der Strand hier entspricht wieder voll und ganz dem Karibik-Traum! Heute Nacht wollen wir weiter nach Saint Barthélemy, zu den Reichen und Schönen, denn die Insel ist eine sehr exklusive Adresse und ein Hang-Out der Modebranche.

Atlantiküberquerung: Interview mit Jan und Klaas

Posted: März 22nd, 2010 | Author: admin | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News, Interviews | 1 Comment »

Hi Jan und Klaas, anstelle eines Blog-Eintrags möchten wir diesmal ein kleines Interview von euch. Ihr seit nun bereits über 160 Tage unterwegs. Läuft der Trip so wie ihr euch das vorgestellt habt ?

Ja auf jeden Fall. Vor allem sind die Segeletappen zwischen den einzelnen Stops sehr angenehm. Es ist wie ein Schlussstrich und dann wieder ein Neuanfang. Man erlebt die neue Insel oder das neue Land, nachdem man ein oder mehrere Tage nur Wasser gesehen hat, viel intensiver.

Wie läuft das denn mit der Nachtwache an Bord genau?

Wenn wir zu zweit sind teilen wir die Nacht in drei Stunden Abschnitte ein. Meist beginnt die Nacht so gegen 21:00 Uhr Schiffszeit und dann wird abwechselnd Wache gegangen. Also von 21:00-00:00, 00:00-03:00, 03:00-06:00 und 06:00-09:00. Segelt man zu zweit ist man nach so einem Wachwechsel nach drei Tagen so müde, dass man tagsüber den Schlaf unbedingt nachholen muss.

Jetzt seid Ihr in der Karibik angekommen, wie waren Eure ersten Eindrücke?

Die Karibik ist einfach ein Traum. Die Temperaturen hier sind nie unter 27 Grad, so dass ich die letzte Nachtwache trotz Regen in Badehose verbracht habe. Die Inseln hier erinnern nicht immer an die typischen kleinen Palmeninseln, an die jeder beim Begriff “Karibik”denkt. Gerade die flachen,  südlichen Inseln der kleinen Antillen haben eine eher karge Vegetation, auf den größeren hohen Inseln gibt es dafür aber wieder einen dichten Urwald und Palmen gesäumten Stränden. Die Kite- und Segelbedingungen hier sind einfach perfekt und vor allem mit einem eigenen Boot lassen sich viele Spots entdecken.

Auf Euren Bildern und Videos ist immer das perfekte Traumwetter. Wie beurteilt ihr die Wind- und Wetterlage nach euren ersten Wochen in der Karibik?

Die Wettervorhersage im Radio auf Barbados hat es auf den Punkt gebracht, “sunshine the next 10 days”. Mit dem Wind ist es unterschiedlich. Wenn der Passat durchkommt hat man eine Woche richtig guten Wind für große Schirme. Wir hatten aber auch zwei Wochen in denen der Passat gestört wurde und dann nur ein oder zwei Tage Wind in der Woche war.

Welche Inseln werdet ihr noch anlaufen. Habt Ihr einen Plan, oder lasst Ihr euch jetzt erst mal treiben?

Wir haben keinen festen Plan welche Inseln wir anlaufen. Fixpunkte sind immer die Inseln, auf denen wir uns mit Freunden, die uns besuchen, zu vereinbarten Zeiten verabredet haben. Als nächstes fahren wir von Antigua nach St. Martin und von dort weiter zu den Britischen Jungfraueninseln.

Wie lange werdet Ihr noch in der Karibik verbringen und welche Route ist nach dem aktuellen Stand zurück geplant ?

Das optimale Zeitfenster, um die Karibik Richtung Europa zu verlassen ist relativ klein. Man muss natürlich vor der Hurricansaison los segeln. Außerdem steigt die Chance, in schwache Winde zu kommen umso später man los segelt. Andererseits kann man in schlechtes Wetter geraten, wenn man zu früh los segelt. Wir planen so Ende April bis Mitte Mai Richtung Azoren zu segeln,. Vielleicht stoppen wir auch nochmal auf Bermuda. Von den Azoren geht es dann Richtung Englischen Kanal und von dort dann wieder nach Hamburg.

Wann werdet ihr voraussichtlich wieder in Europa sein? Fahrt Ihr nochmals die Kapverden an?

Geplant ist, dass wir im Juni wieder in Deutschland sind. Die Kapverden liegen leider nicht mehr auf unserem Kurs.

Wie ist der Wind zu beurteilen, gibt es eine Regelmäßigkeit?

Die Tiefdruckgebiete ziehen im Nordatlantik immer von West nach Ost und mit denen wollen wir wieder nach Europa segeln.

Zu euren Kites, die auf der Reise mit dabei sind: Wie fliegt sich der neue F.One Bandit 3 im Freestylebereich?

Der Bandit 3 ist echt ein klasse Freestyle-Kite. Auch wenn ich letztes Jahr noch die C-Kites favorisierte, steht der der Bandit nach einer kurzen Eingewöhnungsphase den C-Kites in nichts nach. Vor allem der 11er macht so richtig Spaß und hat einen enormen Pop. Hinzu kommt der große Einsatzbereich der einem auch bei etwas unkonstanten Winden immer den optimalen Druck für den Trick gibt.
Wir haben hier den 13qm, 11qm, 9qm, 8qm und 7qm Bandit 3 an Bord, ganz generell finden wir, dass der 11er und 13er fast gleich früh losgehen, der 13er aber etwas mehr Grundzug hat und dafür mehr der Kite für schwerere Fahrer ist, beim 9er und 8er ist es ähnlich. Daher würde ich für Kiter über 75kg eine Kombi aus 13er und 9er empfehlen und für Kiter bis 75kg ist denke ich eine Kombi aus 11er und 8er Bandit3 sinnvoll.

Was gefällt Euch bei beim Bandit 3 besonders gut?

Am besten gefällt uns das direkte Flugverhalten und die Stabilität des Kites bei Windlöchern und Böen, außerdem gefällt es uns, dass sich der Kite an der Bar fast wie ein C-Kite anfühlt.

Kurz zu den Boards, Ihr fahrt das Trax, Acid, Bamboo. Was könnt Ihr uns zu den Boards sagen?

Das Trax genau wie das Acid sind gute Freestylebretter. Das Trax hat eine höhere Kursstabilität als das Acid und ist vielleicht einen Hauch schneller, dafür kann man mit dem konstanten Rocker vom Acid einfacher ankanten und das Acid ist etwas drehfreudiger.  Das Acid konnten wir auch in Wellen testen. Wenn die Wellen richtig kraftvoll und hoch werden, bringt das Acid auch in den Wellen richtig Spaß.
Das Bamboo ist natürlich in der Welle die erste Wahl. Das Bamboo ist ein echt wendiges Board mit dem man schon in hüfthohen Bedingungen Wellen erwischt. Mit dem Bamboo kann man grundsätzlich eine Kitegröße kleiner fahren. Mir gefällt besonders gut, dass man auch bei hohen Geschwindigkeiten die volle Kontrolle über das Brett hat.

Vielen Dank und noch total viel Spaß!


Hi Jan und Klaas,

würde gerne folgendes Interview mit Euch mal führen :

Ihr seit nun bereits über 130 Tage unterwegs !
Läuft der Trip so wie Ihr Euch das vorgestellt habt ?

Ja auf jeden Fall. Vor allem sind die Segeletappen zwischen den einzelnen Stops sehr angenehm. Es ist wie ein Schlußstrich und dann wieder ein Neuanfang. Man erlebt die neue Insel oder das neue Land, nachdem man ein oder mehrere Tage nur Wasser gesehen hat, viel intensiver.

Wie läuft das denn mit der Nachwache auf See so genau ?

Wenn wir zu zweit sind teilen wir die Nacht in drei Stunden Abschnitte ein. Meist beginnt die Nacht so gegen 9 Uhr Schiffszeit und dann wird abwechselt Wache gegangen. Also von 9-12, 12-03, 03-06 und 06-09. segelt man zu zweit ist man nach so einem Wachwechsel nach drei Tagen so müde dass man tagsüber den Schlaf nachholen muss.

Jetzt seid Ihr in der Karibik angekommen, wie waren Eure ersten Eindrücke ?

Die Karibik ist einfach ein Traum. Die Temperaturen hier sind nie kälter als 27 Grad, so dass ich sebst die letzte Nachwache in Badehose, trotz Regen, verbracht habe. Die Inseln hier erinnern uns nicht immer an die kleinen Palmeninseln die für die Karibik stehen, gerade die flachen südlichen Inseln der kleinen Antillen haben eine eher karge Vegetation, auf den größeren hohen Inseln gibt es dafür aber wieder einen dichten Urwald und Palmen gesäumten Stränden.
Die Kite und Segelbedingungen hier sind einfach perfekt, vor allem mit einem eigenen Boot lassen sich viele Spots entdecken.

Auf Euren Bildern und Movies ist immer das perfekte Traumwetter, wie seht Ihr die Wind und Wetterlage nach Euren ersten Wochen in der Karibik ?

Die Wettervorhersage im Radio auf Babados hat es auf den Punkt gebracht :” next 10 days Sunshine”. Mit dem Wind ist es unterschiedlich. Wenn der Passat durchkommt hat man eine Woche richtig guten Wind für große Schirme. Wir hatten aber auch zwei Wochen in denen der Passat gestört wurde und dann nur ein oder zwei Tage Wind in der Woche war.

Welche Inseln werdet Ihr noch konkret anfahren, habt Ihr einen Plan, oder lasst Ihr Euch einfach nur treiben ?

Wir haben keinen festen Plan welche Inseln wir anlaufen. Eckpfeiler bei uns sind und waren immer die Inseln und Zeiten auf denen wir uns mit Freunden, die uns besuchen, verabredet haben. Als nächstes fahren wir denke ich von Antigua nach St. Martin und von dort weiter zu den britschen Jungfraueninseln.

Wie lange werdet Ihr noch in der Karibik verbringen und welche Route ist nach dem aktuellen Stand zurück geplant ?

Das optimale Zeitfenster, um die Karibik Richtung Europa zu verlassen ist relativ klein. Man muss natürlich vor der Hurricansaison lossegeln, ausserdem steigt die Chance in schwache Winde zu kommen umso später man lossegelt, andererseits kann man in schlechtes Wetter geraten wenn man zu früh lossegelt. Wir planen so Ende April bis Mitte Mai Richtung Azoren zu segeln, vielleicht stoppen wir auch nochmal auf Bermuda. Von den Azoren geht es dann Richtung Englischen Kanal und von dort dann wieder nach Hamburg.

Wann werdet Ihr vorraussichtlich wieder in Europa sein ? Fahrt Ihr nochmals die Kapverden an ?

Geplant ist, dass wir im Juni wieder in Deutlschland sind. Die Kapverden liegen leider nicht mehr auf unserem Kurs.

Wie ist der Wind zu beurteilen, gibt es eine Regelmässigkeit ?

Die Tiefdruckgebiete ziehen im Nordatlantik immer von West nach Ost und mit denen wollen wir wieder nach Europa segeln.

Zu Euren Kites, wie fliegt sich der neue F.One Bandit 3 gerade im Freestylebereich ?

Der Bandit 3 ist echt ein klasse Freestyle Kite. Auch wenn ich letztes Jahr noch die C-Kites favorisierte, steht der der Bandit nach einer kurzen Eingewöhnungsphase den C-Kites in nichts nach. Vor allem der 11er macht so richtig Spass und hat einen enormen Pop. Hinzu kommt der große Einsatzbereich der einem auch bei etwas unkonstanten Winden immer den optimalen Druck für den Trick gibt.
Wir haben hier den 13qm, 11qm, 9qm, 8qm und 7qm Bandit 3 an Bord, ganz generell finden wir, dass der 11er und 13er fast gleich frueh losgehen, der 13er aber etwas mehr Grundzug hat und dafür mehr der Kite für schwerere Fahrer ist, beim 9er und 8er ist es ähnlich. Daher würde ich für Kiter über 75kg eine Kombi aus 13er und 9er empfehlen und für Kiter bis 75kg ist denke ich eine Kombi aus 11er und 8er Bandit3 sinnvoll.

Was gefällt Euch bei beim Bandit 3 besonders gut ?

Am besten gefällt uns das direkte Flugverhalten und die Stabilität des Kites bei Windlöchern und Böen, ausserdem gefällt es uns, dass sich der Kite an der Bar fast wie ein C-Kite anfühlt.

Kurz zu den Boards, Ihr fahrt das Trax, Acid, Bamboo. Was könnt Ihr uns zu den Boards sagen ?

Das Trax genau wie das Acid sind gute Freestylebretter. Das Trax hat eine höhere Kursstabilität als das Acid und ist vielleicht einen Hauch schneller, dafür kann man mit dem konstanten Rocker vom Acid einfacher ankanten und das Acid ist etwas drehfreudiger.
Das Acid konnten wir auch in Wellen testen. Wenn die Wellen richtig kraftvoll und hoch werden, bringt das Acid auch in den Wellen richtig Spass.
Das Bamboo ist natürlich in der Welle die erste Wahl. Das Bamboo ist ein echt wendiges Board mit dem man schon in hüfthohen Bedingungen Wellen erwischt. Mit dem Bamboo kann man grundsätzlich eine Kitegröße kleiner fahren, mir gefällt besonders gut, dass man auch bei hohen Geschwindikeiten die volle Kontrolle über das Brett hat.

Vielen Dank und noch total viel Spaß!

Atlantiküberquerung Tag 155: Martinique

Posted: März 14th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Reiseberichte | No Comments »

Atlantiküberquerung Tag 155: Martinique

Wir sind Richtung Martinique in See gestochen, nachdem wir auf den Grenadines einfach nicht mehr Kiten konnten. Die Segelroute wählten wir im Lee von St. Vincent und St. Lucia was uns eine sehr anstrengende und anstregende Segelnacht bescherte. Hinter den Insel lagen wir in einer leierenden Flaute, die wir ohne Motor auch nicht abkürzen konnten. Dagegen bließ der Wind zwischen den Inseln wieder so stark, dass wir im dritten Reff im Groß und kleiner Genua segelten.

Schließlich angekommen: In Martinique bekamen wir unsere Ersatzteile für den Motor der „Zest“ und fanden auch seit langen wieder einen Supermarkt mit anständigen Preisen und unabgelaufenen Konserven. Und vor allem auch Fleisch, das sich als wertvoller Energiespender bei dieser Reise heraus gestellt hat. In Martinique, ein Département d’outre-mer und somit ein Arrondissement Frankreichs, gab sogar Bier aus Deutschland, für 36 Cent die Dose! Auf Martinique gefiel es uns richtig gut. Wir erkundeten die Luvseite der Insel, die mehr Möglichkeiten zum Kitesurfen bietet. Wir fanden eine schroffe Fels- und Rifflandschaft mit vielen einsamen Buchten und wenig Tourismus. Wir gingen hinter der Insel Madame de la Rose vor Anker. Der Kitespot ist wohl am besten mit einem Schiff zu erreichen und hat hinter einem Riff eine perfekte Flachwasserpiste. Wir waren mit dem 11er und dem 13er Bandit auf dem Wasser und hatten eine richtig gute Session. Das Schlauchboot dient dabei als Fotoplattform und als Rettungsmittel, falls Probleme auftreten sollten.

Nach einem guten Kitetag liessen wir den 13er Bandit in die Luft und testeten so mal mit der Yacht die Skysails-Eigenschaften des 13er Bandits. Wir gingen an die Aktion sehr gemächlich ran, so dass unser Bootsspeed bei 3 Knoten lag. Wir hatten keine starre Verbindung zwischen Schiff und Kite, da ein festgeknoteter, loopender Kite sich sehr schnell selbst zerstören kann. Insgesamt war die Aktion viel weniger aufwändig als gedacht und der Kite verhielt sich in diesem Setup sehr angenehm.
Da der Wind in der letzten Woche nur sehr unregelmäßig war, kamen wir leider kein weiteres Mal mit Kites auf’s Wasser. Dafür waren wir täglich mehrere Stunden schnorcheln. Martinique und die Iles des Saints sind extrem gute Tauchreviere. Das Unterwasserleben und die Unterwasserlandschaften sind sehr abwechslungsreich. Wir versuchten uns wieder mit Harpunieren selbst zu versorgen, bisher blieben die großen Erfolge aber aus. Trotzdem haben wir ab und an ein paar Langusten und mittelgrosse Fische erwischt, die wir essen konnten.

Wer sich am Tage noch nicht ganz verausgabt hat sollte unbedingt mal nachts ins Wasser springen. Wir haben uns hier zwei Tauchlampen gekauft und sind absolut begeistert davon, nachts zu schnorcheln. Jan und Axel entdeckten bei einer so einer Nachtaktion einen wahren „Höllenhund“, wie sie das Tier anschließend tauften: Eine stattliche Languste in der Grösse eines ausgewachsenen Schäferhunds, mit rot reflektierenden Augen und die sich ihrer Überlegenheit absolut bewusst war und jegliche Scheu vor den Tauchern abgelegt hat. Wenn man mal die Lampe komplett ausschaltet, dann sieht man das Wasser um einen herum fluoreszieren. Eine echte Zauberlandschaft. Schwer zu beschreiben, muss man selbst sehen.

Wir sind gestern in Antigua angekommen und Axel verlässt das Schiff leider heute wieder und fliegt zurück nach Hamburg. Dafür besuchen uns bald Sarah und Sina wieder hier an Board.

Atlantiküberquerung Tag 145: Antillen

Posted: März 4th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Kiteboarding | Tags: , , | 2 Comments »

Jan & Klaas Atlantiküberquerung Tag 145

Vor einer Woche kam Marco in Saint Vincent an Bord, seit dem sind wir hier zu viert. Eigentlich war unser Plan, zu den kleinen Antillen weiter im Norden zu segeln. Da die Windvorhersage aber schlecht für die nördlichen Inseln aussah, sind wir dann wieder Richtung Grenadinen gesegelt. Von einer französischen Kite&Sail Crew hatten wir den Tipp bekommen, dass es auf der Südseite von Union Island einen Kitespot (Ashton) mit super Flachwasser gibt. Dort haben wir dann auch die nächsten Tage verbracht. Der Kitespot befindet sich hinter einer Landzunge die von Ashton Harbour zur Frigate Island reicht. Die Landzunge wurde vor einigen Jahren aufgeschüttet, um eine Sportboot Marina zu bauen, das Projekt wurde aber eingestellt und das Ambiente erinnert eher an einen Schrottplatz als an Karibikinsel. Dafür findet man aber immer eine Stelle an der der Wind offshore kommt und das Wasser dann spiegeglatt ist, ausserdem haben wir einen gekenterten Katamaran entdeckt, der einen ganz passablen Slider lieferte.
Wir sind jeden Morgen mit dem Sonnenaufgang aufgestanden, haben schnell ein wenig Cornflakes gegessen und waren dann so lange Kiteboarden bis uns die Arme weh taten. Zum Sonnenuntergang sind wir meistens ein zweites Mal rausgegangen. Die Karibik hat sich die letzte Woche als Leichtwind-Revier präsentiert, am meisten sind wir mit dem 13er und 11er Bandit III unterwegs.

Auf dem Weg Richtung Union Island ist uns leider beim Einlaufen in die Bucht unser Motor kaputt gegangen, seit dem sind wir nur noch mit Windkraft unterwegs. Das heisst für uns erstmal, dass wir Strom sparen müssen, da wir keinen zusätzlichen Generator an Bord haben und nur mit der Energie von unseren Sollarzelen auskommen müssen. Ausserdem ist das Navigieren zu den Ankerplätzen zwischen Korallenriffen hindurch ein spannendes Unterfangen.
Inzwischen sind wir wieder Richtung Norden unterwegs, zur Zeit sind wir auf Canouan, hier wollen wir heute Nachmittag in der Lagune auf der Ostseite der Insel kiten gehen.
Unser nächstes Ziel ist vorerst Martinique, da wir dorthin die Ersatzteile für unseren Motor liefern lassen. In 10 Tagen wollen wir schon auf Antigua sein, also bleibt uns nicht mehr viel Zeit für die anderen Antillen.


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Atlantiküberquerung, Tag 138: Mayreau

Posted: Februar 24th, 2010 | Author: admin | Filed under: Atlantiküberquerung, Kiteboarding, Reiseberichte, Videos | 4 Comments »

Wir haben die letzten Tage in Mayreau verbracht. Der Kitespot hier war für uns alle drei der bisher Beste in der Karibik! Auf der Luv-Seite der Insel gibt es kleine Wellen die sauber über ein flaches Riff laufen und auf der Lee-Seite gibt es Flachwasser vom Feinsten! Es war ein wenig schwierig Tricks mit links vorne zu machen, da der Platz zwischen den ganzen Charter-Katamaranen etwas eng war. Wir haben fast einen kompletten Nachmittag gefilmt und haben uns mit dem 11er F-One Bandit3 und 134cm F-One Acid abgewechselt.

Wir sind jetzt inzwischen, mit einem Zwischenstop in Bequia, auf St. Vincent angekommen. Hier ist heute Marco an Bord gekommen und wir haben auch gleich eine kleine Kitesession vor Young Island eingelegt. In den nächsten Tagen wollen wir weiter nach St. Lucia segeln.