
Das >>Loaded Dervish<< ist wohl zur Zeit wohl eines der interessantesten Longboards auf dem Markt.
Mit einer sauberen Verarbeitung aus triaxialem Glasfaber-Gewebe und einem stabilen Bambus Kern sowie einer dünnen Bambus-Schutzschicht auf der Unterseite hält man auf definitiv was solides in der Hand.
Die Konstruktion ist auffällig merkwürdig. So war auch ich anfangs sehr skeptisch, auf ein Rollbrett ohne Kicktail umzusteigen (bin sonst immer mit meinem Trick-Board unterwegs). Zugegeben, nen Kantstein damit hochzukommen ist wohl nicht die Paradedisziplin, aber durch die invertiert eingebauten Achsen liegt der ‘Schwerpunkt’ (genaugenommen die Roll-Achse, die die Lenkung beeinflusst) deutlich tiefer als bei Standard-Longboards. Insbesondere dadurch erhält das Board eine unglaubliche Stabilität wenn man den nächsten Berg runter bombt.

Laut Hersteller ist das Board auf eine Geschwindigkeit von 50km/h ausgelegt. Damit ist das Board natürlich nicht DAS Raceboard, aber 50km/h auf nem Longboard dürfte wohl alle, die nicht NUR geradeaus einen Berg runter heizen wollen, zufrieden stellen. Denn das Board hat noch weitaus mehr Qualitäten.
Der Flex ist neben den weichen Rollen zum Einen der Stoßdämpfer auf rauher Straße, zum Anderen kann man damit auch unglaublich gut pumpen – d.h. die Geschwindigkeit auch bei ebener Fahrbahn steigern. So kann man sich aus engen Turns aus der Kurve mit etwas Training wieder rauspushen, was den Spaßfaktor nochmal unglaublich steigert.
Generell muss ich sagen, dass das Board einfach unglaublich zum Spielen einläd. Sei es zum warm werden ein bisschen mit dem Flex spielen und auf und ab wippen oder in Longboard-Surf-Style auf seinem Brett spazieren gehen / dancen. Aber auch Flip-Tricks, wie der Shananigan sind definitive Hingucker, die unglaublich Spaß machen.
Was bei hoher Geschwindigkeit auch ins Trickrepertoire gehören sollte, ist der Powerslide. Mit den weichen Rollen und den fehlenden Kicktails habe ich mich erstmal ziemlich schwer getan, aber wenn man sich an den neuen Stance in der Boardmitte gewöhnt hat und mit Überzeugung das Board rumreißt, gelingen auch Powerslides. Der vordere Fuß sollte dabei ganz nahe an der vorderen Achse stehen, Gewicht auf den vorderen Fuß verlagern und dann mit dem hinteren rumschieben.

Was trotz fehlender Kicktails gut funktioniert, sind Manuals / Wheelies. Hang 10′s sind da sogar auch möglich, auch wenn nicht so viel Platz da vorne ist. Dafür sind die kleinen runden Tips sehr genial, um das Board wie beim Shove-It zu drehen.
Den Flex gibt es beim Dervish übrigens in zwei Geschmacksrichtungen, Flex 1 von 77-105kg und Flex 2 von 45-85kg. Ich bring 70kg auf die Wage und hatte das Flex 1 Board zum Test, und wenn man einen kraftvollen Stil hat dann wird man sich mit dem Flex 1 wohl auch eher anfreunden. Bei höheren Geschwindigkeiten steht man dann auch stabiler und das Board schwingt sich nicht so schnell auf. Für den weicheren Flex sprechen dann eher die Cruiser-Eigenschaften.
Also denn, viel Spaß mit diesem geilen Gerät!
Axel

Boost Teamrider Atlantiküberquerung unter der Flagge von Boost. Jan und Klaas sind sozusagen auf Segelbooten aufgewachsen und wollen nun mit der eigenen Segelyacht möglichst viele Länder besuchen, Kitesurfen, Tauchen und neue Freunde kennenlernen.
Das Boost Team und die anderen Teamrider werden die Besatzung zu verschiedenen Zeiten auf ihren Abenteuern begleiten, und wir werden sowohl auf www.boost-kiteboarding.com, als auch auf www.kiteboarding.eu über die Reise berichten. Hier stellen wir als Appetithäppchen das Boot, die Mannschaft und die geplante Route vor:
Das Schiff
Wir sind fast so weit die Leinen zu lichten und uns Richtung Karibik auf den Weg zu machen. Die Vorbereitungen gehen in die letzte Phase und unsere Arbeiten hier sind bald abgeschlossen. Jan arbeitet noch an seiner Studienarbeit und ich versuch neben der Endphase der Diplomarbeit die letzten Arbeiten an der Yacht abzuschließen.
Die Reise begann eigentlich schon letztes Jahr als wir uns entschieden haben ein solches Projekt anzugehen und uns nach Schiffen umzusehen. Nach langen Recherchen im Internet und unzähligen Segelromanen die wir verschlungen haben, wussten wir so ungefähr was wir wollten. Ein Segelschiff, oder eine Yacht, die schnell aber auch ausreichend stabil für eine Atlantiküberquerung ist. Hier in Deutschland fanden wir keine passenden Schiffe und Yachten… Aber der Markt in England sah sehr verlockend aus. Die Wirtschaftskrise hat den Pfund auf Euro-Niveau fallen lassen und die Schiffe waren auf einmal günstig. Wir drei Jan, Klaas und Axel flogen kurzentschlossen nach England um uns ein paar verlockende Angebote anzusehen. Am zweiten Tag als wir mit einem mächtigen Kater durch den Hafen von Portsmouth liefen und auf einem Makler warteten standen wir auf einmal vor einem Blauen Rumpf an dem For Sale stand. Jemand der sich mit dem Schiff aus kannte war schnell gefunden und als wir die ersten Schritte auf der Yacht machten wussten wir alle sofort: das ist sie!
Einen Monat später flogen wir wieder zurück nach England, um die Yacht nochmal auf Herz und Nieren zu prüfen. Im Dezember 2008 konnten wir uns dann als stolze Besitzer der „Zest“ bezeichnen:)
Von Europa geht es entlang der Küste nach Afrika, dass rüber nach Südamerika und, wenn die Zeit reicht über die Karibik und Nordamerika zurück (rote Linie) oder auf direktem Weg von der Karibik nach Hause
In ca. 3 Wochen soll es losgehen. Gestartet wird in Hamburg und dann geht es möglichst schnell Richtung Englischer Kanal. Dort warten wir auf gutes Wetter um durch die Biskaya zu segeln. Im Oktober muss man hier schon mit schlechten Wetter aus SW rechnen (genau gegen an). Das Schöne an starken Wind ist immer, dass man die Zeit gut mit Kitesurfen verbringen kann!
Nach der Biskaya beginnt dann der entspannte Teil der Reise. Wir segeln gemütlich die spanische und portugiesische Küste runter nach Süden. Von der Südspitze geht es dann auf einem längeren Schlag auf die Kanarischen Inseln. Wir planen dort Anfang Dezember einzulaufen. Hier wird Weihnachten und Silvester verbracht gekitet und richtig Party gemacht bevor es dann weiter zu den Kap Verden geht.
Hier hört unsere konkrete Reiseplanung auf. Wir wissen nur das wir nach Südamerika wollen aber welches Land wir anlaufen und wie lange wir dort bleiben steht noch nicht fest. Sicher ist nur, dass wir im März in der Karibik sein wollen. Nach einer ausgiebigen Rundreise soll es dann entweder gleich oder über den Umweg über Nordamerika wieder zurück nach Europa gehen. So dass wir dann im nächsten Sommer wieder hier sind.
Wir wollen möglichst viele Länder besuchen, Kitesurfen, Tauchen und neue Freunde kennenlernen. Fahrtensegeln war schon seit Kindestagen ein Hobby von uns beiden und wir haben eigentlich jeden Sommerferien auf dem Boot unserer Eltern verbracht.
In Shippagan, das liegt an der Ostküste Kanadas, findet derzeit ein Tourstop der Weltmeisterschaft (KPWT) statt. Unser Teamrider Stefan Permien wurde bei dem Tourstop auf Sylt schon zweiter und wollte unbedingt weiter machen.
Am dritten Tag des Events stimmten die Bedingungen für den Freestlye-Contest. Es wurde die Single-Elimination gefahren, in der Stefan zeigte, was er kann. Er lies alle anderen hinter sich und kämpfte sich bis ins Finale, welches er auch gewann.
Gleich danach wurde auch die Double-Elimination gestartet, da die Bedingungen einfach super waren. Hier musste Stefan seinen ersten Platz gegen Jesse Richman verteidigen, der sich bis zu unserem Rider vorgekämpft hatte. Im ersten Finale hat Stefan verloren. Nun stand es Stefans erstem Platz in den Singles gegen Jesses erstem den Doubles. Also wurde ein Stechen ausgefahren, dass Stefan gewann.
Herzlichen Glückwunsch vom kompletten Boost-Team!
Foto von der Bekanntgabe des Siegers
In den letzten Tagen des Events wird Stefan in weiteren Disziplinen starten. Und zwar dem Kiteloop und dem Slider. Kiteloops kann er ja, als ob er nichts anderes machen würde. Und das Sliden hat er letztens nochmal mit Christian Winkenjohann in St. Peter geübt, wo wir euch hier auch die Bilder gezeigt hatten.
Boost wird euch nach und nach nun auch bei euren Tricks unter die Arme greifen. Den Anfang macht der S-Bend. Unser Teamrider Christian Winkenjohann hat ihn für euch in einer Sequenz festgehalten und euch beschrieben, wie ihr anfangt und worauf ihr achten müsst.
Der S-Bend ist ein relativ einfacher unhooked-Trick und sieht dabei super aus! Wenn ihr den Railey beherrscht, könnt ihr euch an diesen Move heran tasten.
Fahrt mit ausreichend Geschwindigkeit an und sucht euren Punkt zum Absprung. Wenn ihr zu langsam fahrt, kommt ihr nicht hoch genug hinaus, seit ihr zu schnell, tut es weh, wenn ihr den Trick nicht steht. Tastet euch am besten vom langsamen her an eure optimale Geschwindigkeit heran. Nun wisst ihr, wo euch das Wasser am besten gefällt um abzuspringen. Die Schirmposition ist entscheidend. Am besten stellt ihr den Kite auf 45° oder zum Anfang etwas höher. Lasst die Kante etwas locker und hakt euch aus. Jetzt kantet ihr wieder an, so doll es geht! Wenn ihr glaubt, die größte Spannung erzeugt zu haben, springt ab.
Der Absprung ist im Vergleich zum Railey am Anfang etwas anders. Wenn ihr den vorderen Fuss etwas mehr mit in den Absprung einbezieht, dann fällt die Rotation etwas leichter. Um die Rotation einzuleiten, schaut über eure in Fahrtrichtung hintere Schulter. Nun fangt ihr an zu drehen.
Nach einer Rotation schaut ihr einfach wieder gerade aus und ihr hört auf zu drehen. Wenn ihr nun die Rotation gestoppt habt, könnt ihr euch euren Landepunkt anschauen und euch somit auf die Landung einstellen. Wichtig bei der Landung ist, dass ihr beim Landen in die Knie geht, um die Kraft des Sprunges abzufedern. Das schont eure Gelenke! Kantet nicht gleich wieder an, da ihr euch auf einem Downwind-Kurs wieder besser einhaken könnt.
Den S-Bend perfektionieren:
Wenn ihr den S-Bend nun einigermaßen könnt, dann könnt ihr einiges tun, um ihn stylischer aussehen zu lassen. Wenn ihr mit höherer Geschwindigkeit und somit auch mehr Power im Kite anfahrt, kommt ihr höher raus. Die Devise lautet, je tiefer der Kite und je höher der Sprung, um so kraftvoller sieht es aus.
Was auch sehr gut aussieht, ist wenn man erst einen Railey macht und sich dann in die Rotation hineinwirft. Seit aber dabei sicher, dass ihr hoch genug seit.
Wenn ihr den S-Bend nun sicher könnt, dann bauen weitere Tricks auf ihm auf. Der nächste Schritt wäre ein S-Bend to Blind und darauf der S-Bend-Pass. Oder ihr versucht es mal mit zwei Drehungen.
>>Christian<< fährt den Kitefactory Thunderbird und das Brunotti Youri Zoon Pro Model in 130×41.
Der Französische Kiter und Weltenbummler Jeremy Tronet war so begeistert vom neuen brasilianischen Kitespot Ilha do Guajirú, dass er direkt ein Movie darüber gedreht hat.
Das Movie gibt es als DVD, und als Beilage in der nächsten Kiteboarding Magazin Ausgabe. Und schon jetzt bei uns im Blog :) Lass dich verzaubern von 30min tropischen Eindrücken und feiner Kiteaction…
Teil 1:
Teil 2:
Teil 3:
Mehr Infos über Guajiru: http://www.ilha-do-guajiru.com/

Ein Teil des Boost-Kiteboarding-Teams, um genau zu sein: Jan, Klaas, Axel und Marco, waren vorgestern zu einer Sonnenuntergangssession auf Fehmarn.
Sie fanden perfektes Flachwasser und konstanten Wind vor. Da waren sie schon nicht mehr zu bremsen. Ihre Session wurde auf sehr schönen Bildern von Moritz Werner festgehalten.
Ihr findet sie in der >>Galerie<<.
Gestern haben wir angefangen, euch die neuen Teamrider vorzustellen. Heute geht es weiter mit Jule Hosp. Ihr habt es vielleicht schon hier im Blog mitbekommen, Jule hat schon über den neuen Bandit informiert, oder kürzlich der Artikel von Mauritius. In Zukunft könnt ihr euch über noch mehr Stories von ihm freuen.
Der gebührtige Österreicher ist 23 Jahre alt und ist praktisch mit dem Medizinstudium fertig. Er ist ehemaliger Profibasketballspieler und hat sich aber seit 2003 voll auf das Kiten konzentriert. Genau das möchte Jule nach dem Studium erst fortsetzen, bevor er seinen Beruf als Mediziner angeht. Da hat er als internationaler F.One Teamrider auch gute Chancen!
Jule fährt die neuen Bandit 3 und das neue Acid 3. Er kitet am liebsten im Flachwasser oder in sauberen Wellen mit dem 9er. Obwohl er den Planet Erde als sein Zuhause angibt, sind seine Lieblingsspots seine wahren “Homespots”. Darunter fallen der Gardasee und der Achensee. Zu seiner Person gibt es zu sagen, dass er gerne chinesisches Essen genießt und sich auf seinem Ipod unter anderem Linkin Park befindet. Am meisten beschreibt Jule wohl seine Einstellung zum kiten: Nie aufgeben und immer weiter, bis es die Erschöpfung nicht mehr zulässt.
Mehr zu Jule findet ihr auf seiner >>Homepage<<!
