:: KONTAKT :: IMPRESSUM :: AGB :: DATENSCHUTZ :: WIDERRUFSBELEHRUNG & MUSTER-WIDERRUFSFORMULAR

Atlantiküberquerung Tag 187: Caicos Islands

Posted: April 18th, 2010 | Author: Felix | Filed under: Atlantiküberquerung, Reiseberichte | Tags: , , , | 3 Comments »


Wir sind inzwischen auf den Turks und Caicos Inseln angekommen. Die Überfahrt von Puerto Rico aus velief glatt war,  bis auf eine Regenfront die für einen halben Tag den Passatwind gestört hat Wir haben zuerst Grand Turk angelaufen und dort einklariert. Das Zollbüro haben wir erst gar nicht gefunden, erst als ein Truckfahrer ausgestiegen ist und das dritte mal auf eine halb zerfallene Lagerhalle zeigte, gingen wir dann skeptisch hinein. In der Halle war dann aber ein Beamter in lässigem T-Shirt und alles lief wie gewohnt ab.


View Larger Map

Wir lagen im Südwesten der Insel und kamen mit dem Besitzer der dortigen Tauchschule ins Gespräch und sind dann gleich mit den Jungs zum Gerätetauchen gefahren. Die Unterwasserwelt ist hier echt unglaublich vielfältig. Bei einem Tauchgang wurden Klaas und ich zeitweise von ein paar Schildkröten begleitet, die eine Schildkröte hat durchgehen zur Seite, zu uns beiden, geguckt und ist dann frontal gegen einen Korallenblock geschwommen, ein Glück für die Schildkröte, dass die Dinger gepanzert sind!

Am nächsten Tag hat dann der Passatwind noch mal angezogen und wir sind mit der Zest hinter Long Cay vor Anker gegangen und hatten mal wieder eine Kitesession mit spiegelglattem Wasser, aber zur Abwechslung waren wir mal mit dem 9er Bandit 3 so richtig angepowert, sonst fliegen wir hier eigentlich nur große Kites.

Von Long Cay aus sind wir dann noch abends die 25 Seemeilen nach Cockburn Harbour auf South Caicos gesegelt. Auf dem Weg haben wir den bisher größten Fisch der Reise gefangen, einen gut über einen Meter langen Mahi Mahi (Karibische Goldmakrele), der hat uns super geschmeckt und wir haben immer noch Fisch im Bord-Kühlschrank. Hier in Cockburn Harbour haben wir noch zahlreiche fällige Arbeiten am Schiff erledigt, ausklariert und Diesel gebunkert. Morgen wollen wir dann Richtung Bermuda aufbrechen. Bitte keine Kommentare zum Seemannsgarn, der sich um die Bermuda Triange spinnt.

Atlantiküberquerung, Tag 135: Tobago Cays

Posted: Februar 20th, 2010 | Author: Boost News | Filed under: Atlantiküberquerung, Boost-News, Reiseberichte | Tags: , , , | No Comments »

Wir haben wieder Besuch! Axel ist auf Barbados zu uns gestoßen und wir sind unmittelbar in See gestochen. Barbados hatte sich die letzte Woche nochmal von seiner schönen Seite gezeigt. Vor allem die Nordostküste mit seinem dicken Swell, den langen Sandstränden und dem Urwald im Hintergrund hat es uns angetan. Aber als Axel dann da war haben wir neue Plätze entdecken. Deshalb darf er jetzt erzählen:

Nach meinen vier Stunden auf Barbados, drei davon auf den Bus wartend bzw. im Bus stehend, war ich auch gerne bereit, mit zwei Seglern neue Ufer zu entdecken, und so haben wir uns noch am gleichen Abend auf den Weg zu Union Island gemacht, eine der vielen paradiesischen Inseln von den Grenadines. Ich habe Klaas seiner Nachtwache abgelöst, und sofort die Sternschnuppen unter Wasser bewundert – fluoreszierendes Plankton rund um die Zest. Klaas hat es sich derweil in seiner Koje gemütlich gemacht und wurde kurz darauf von einem Schwall Wasser geweckt, das durch die Luke kam… ups. Dafür hat er ein paar Stunden später den dicksten Fisch der gesamten Reise an Land gezogen, einen 80cm langen Cero!

20 Studen später sind wir in Clifton angekommen, durch ein Atoll reingesegelt und haben kurz vor der Happy Island geankert. Die Insel „Happy Island“ macht ihrem Namen alle Ehre und wir haben dort ein Bier gezischt, ein leckeren Cocktail getrunken, und ein geniales Rezept für unseren Cero erhalten: In Weißwein mit Knoblauch angebruzelt war der Fisch eine echte Delikatesse.

Am nächsten Tag sind wir Richtung Tobago Cays aufgebrochen, ein Insel-Archipel, wo riesige Schildkröten in türkisblauem Wasser bei 30m Sicht chillen. Wir sind aber stattdessen lieber in selbigen Gewässern Kiten gegangen und haben in Badewannenwasser feinste Action in die Luft gezaubert, und einen Hindernis-Parcours aus Segelyachten bezwungen (meistens – ahem).


View Larger Map

Schnorcheln waren wir natürlich auch, eine 10m Riffkante lud förmlich dazu ein. Das haben wir dann auch gleich nochmal nachts wiederholt, leider sind uns aber, als wir an der Riffkante angekommen sind, die Batterien der Taschenlampe ausgegangen. Weder der sichelförmige Mond noch das fluoreszierende Plankton konnte dann die gefühlte Sicherheit des Lichtkegels ersetzen und wir sind wieder raus aus dem Wasser.
Am nächsten Tag sind wir Jack Sparrow auf seine Insel gefolgt (Petit Tabac). Das 20cm tiefe Riff war nicht der optimale Kitegrund, aber dazwischen hat man ein paar türkise Flecken und eine nette Kickerwelle für Tricks gefunden. Auf der Insel haben wir uns dann Kokosnüsse von den Palmen geholt und mit Korallen aufgehauen.

Auf der Suche nach neuen Kitespots haben wir dann Mayreau entdeckt, eine der größten Inseln hier. Die Insel hat eine Ankerlagune auf der windabgewandten Seite hat und den wohl bisher besten Kitespot 10m durch die Palmen auf der anderen Seite. Wir sind aber auf die Idee gekommen, auch in der Ankerlagune eine Kitesession einzulegen. Auf den in der ersten Reihe ankernden Katamaranen fanden sich schon bald die ganzen Crews ein und haben entweder aufgepasst, dass unsere Kites nicht in den Masten hängen bleiben, oder auch einfach das Spektakel genossen, denn Kite&Sail-Crews gibt es hier gar nicht so wenige. Die Bedingungen kamen direkt aus dem Labor, ein Fels hat den Wind noch etwas beschleunigt und der Sonnenuntergang hat dem ganzen noch einen drauf gesetzt.